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FC Bayern: "Pharisäerhaft!" - Kahn greift in brisante Debatte ein

Berater? Jetzt schaltet sich Kahn ein

Beim FC Bayern München ist nach den zähen Vertragsverhandlungen mit Dayot Upamecano der Ärger über Berater groß. Nun äußert sich eine Vereinslegende in der brisanten Debatte.
Dass sich Florian Wirtz in diesem Sommer für Liverpool und nicht für einen Wechsel zu den Bayern entschieden hat, kam für viele Fußball-Fans in Deutschland überraschend. Klub-Ikone Oliver Kahn sieht diverse Gründe für die bittere Transferniederlage des Rekordmeisters.
Beim FC Bayern München ist nach den zähen Vertragsverhandlungen mit Dayot Upamecano der Ärger über Berater groß. Nun äußert sich eine Vereinslegende in der brisanten Debatte.

Oliver Kahn hat sich in die anhaltende Debatte um das Beratergeschäft im Profifußball eingeschaltet und dabei die Vereine in die Verantwortung genommen.

„Ein Klub hat jederzeit das Recht zu sagen: Über diese Grenze gehen wir nicht, dann machen wir den Deal eben nicht“, sagte Kahn bei Triple – der Hagedorn-Fußballtalk des Fernsehsenders Sky.

Dabei wies der „Titan“ auch auf ein für den ein oder anderen Klub eher unangenehmes Paradoxon hin: „Genau die Vereine, die sich beschweren, nutzen das System selbst ständig, weil sie bestimmte Spieler über bestimmte Netzwerke brauchen. Das ist oft eine etwas pharisäerhafte Diskussion.“

Hoeneß stellt Rolle der Berater in Frage

Uli Hoeneß hatte nach Diskussionen um die zähe Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano die Rolle von Beratern infrage gestellt.

„Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft“, sagte der Ehrenpräsident vom FC Bayern München der Bild.

Kahn betonte abschließend, dass die größte Frage laute, ob eine bestimmte Summe X zu viel für einen Berater sei. Auch die FIFA spiele dabei eine entscheidende Rolle.

„Aber es gibt Wettbewerbsrecht in Europa. Die FIFA hat gerade gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist - und das ist auch in Ordnung - in dieses Wettbewerbsrecht einzugreifen“, resümiert der 56-Jährige.