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FC Bayern: Uli Hoeneß wird bei Upamecano deutlich

Hoeneß wird bei Upamecano deutlich

Uli Hoeneß äußert sich zur Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano. Die Berater sind dem Bayern-Boss ein Dorn im Auge. Anders sieht es bei Luis Díaz aus.
Uli Hoeneß feiert seinen 74. Geburtstag. SPORT1 blickt auf die besten Sprüche des heutigen Ehrenpräsidenten des FC Bayern München zurück.
Uli Hoeneß äußert sich zur Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano. Die Berater sind dem Bayern-Boss ein Dorn im Auge. Anders sieht es bei Luis Díaz aus.

Bayern-Patron Uli Hoeneß hat den abgeschlossenen Vertragspoker mit Dayot Upamecano erneut scharf kritisiert.

„Herbert Hainer, Max Eberl, Jan Dreesen Karl-Heinz Rummenigge und ich sind uns einig: Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft“, stellte Hoeneß im Gespräch mit der Bild klar.

Am Freitag hatte der FC Bayern offiziell bekannt gegeben, dass Upamecano seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert. Der vorherige Kontrakt wäre in diesem Sommer ausgelaufen.

Hoeneß: „Sie verdienen viel zu viel Geld“

Die Verhandlungen dauerten viele Monate an und hielten einige Wendungen parat. Hoeneß war vom Verhalten der Berater „entsetzt“, wie er dem kicker Anfang Februar sagte. Streitpunkt war immer wieder das Handgeld für Upamecanos Berater und den Spieler selbst.

Was den Upamecano-Deal angeht, sprach der 74-Jährige Klartext: „Im Fall Upamecano wollten die Berater entweder den Preis bei uns hoch- oder ihn zu einem anderen Klub treiben, und als Dankeschön sollen wir ihnen Handgeld zahlen. Das ist ein Widerspruch in sich, den wir so nicht länger hinnehmen sollten.“

Der Verdienst der Berater ist dem Bayern-Boss ein Dorn im Auge. „Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird. Sie verdienen viel zu viel Geld für das, was sie leisten – bei einigen geht es nicht über drei Mittagessen mit uns hinaus", wurde Hoeneß deutlich.

Hoeneß: „Das wäre der nächste Schritt“

Daher werden die Münchener in Zukunft „verstärkt ‚Nein‘ sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen". Man könne auch dem Spieler einmal sagen: „'Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.‘ Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden. Das wäre der nächste Schritt", sagte Hoeneß weiter.

Anders habe es bei der Verpflichtung von Díaz ausgesehen. Der Kolumbianer war im Sommer 2025 für bis zu 75 Millionen Euro vom FC Liverpool nach München gewechselt.

„Der Berater von Luis Díaz zum Beispiel hat sehr dafür gekämpft, dass wir ihn aus Liverpool bekommen können, was sehr schwer war. Er hat für seinen Klienten alles investiert und mit Liverpool dennoch immer fair gesprochen. So einen Mann bezahlen wir gern“, bekräftigte der Ehrenpräsident des FC Bayern.

Über die Verhandlungen mit Verteidiger Upamecano sprach auch Bayern-Sportvorstand Max Eberl ausführlich im exklusiven SPORT1-Interview.