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Guirassy-Fehlschuss mit Folgen: "Elfmeter sind für mich vorbei"

Guirassy-Fehlschuss hat Folgen

Serhou Guirassy darf gegen Heidenheim gleich zweimal vom Punkt ran - und trifft nur einmal. Die Konsequenzen verkündet er nach der Partie selbst.
Nach seinem Jokertor dürfte die Erleichterung bei BVB-Stürmer Serhou Guirassy groß sein. Trainer Niko Kovac erklärt seinen besonderen Plan mit dem Goalgetter.
Serhou Guirassy darf gegen Heidenheim gleich zweimal vom Punkt ran - und trifft nur einmal. Die Konsequenzen verkündet er nach der Partie selbst.

Serhou Guirassy wird für Borussia Dortmund wohl so schnell keine Elfmeter mehr schießen - wie er selbst nach dem 3:2-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim verkündete.

„Ich habe einen verschossen. Elfmeter sind für mich jetzt vorbei“, erklärte er bei DAZN und sorgte damit bei Mitspieler Nico Schlotterbeck sowie Moderator Daniel Herzog und Experte Nils Petersen für Lacher.

Ironischerweise hatte Guirassy den BVB ausgerechnet mit einem verwandelten Handelfmeter nach Rückstand wieder ins Spiel gebracht und nur 90 Sekunden später den Blitzdoppelpack geschnürt und für den Sieg gesorgt.

BVB: Guirassy vergibt Elfmeter kläglich

Doch die angesprochene Szene ereignete sich kurz vor Ende der regulären Spielzeit. Der Stürmer war selbst gefoult worden und trat bereits zum zweiten Mal zum Elfmeter an. Während er den ersten allerdings in der rechten Ecke verwandeln konnte, flog dieser Versuch per Chipball kläglich über das Tor.

„Das kostet dich Sympathiepunkte. Schade, dass er den so leicht hergibt“, urteilte Petersen während des Spiels. BVB-Trainer Niko Kovac war ebenfalls nicht begeistert: „Da wollte er wieder irgendwas versuchen, was ich nicht so schön fand“, befand er bei der Pressekonferenz nach der Partie.

Auch bei den BVB-Anhängern machte sich der Guineer damit keine Freunde. Bei der Auswechslung herrschte trotz zweier Tore überwiegend Stille im ausverkauften Dortmunder Stadion. Vor den beiden Elfmetern war er sogar immer wieder ausgepfiffen worden.

Nach dem Spiel legte Petersen noch einmal nach: „Die Art und Weise, wie er ihn verschießt, gefällt mir nicht. Den ersten macht er rein mit Überzeugung, da hat er sich das verdient, aber so war es schwierig.“

Schlotterbeck wollte Guirassy beschützen

Auffällig war, dass Teamkollege Schlotterbeck sich vor der Ausführung jeweils den Ball schnappte und den Anschein machte, selbst anzutreten. Doch das war nicht so, wie er anschließend bei DAZN aufklärte: „Das Problem mittlerweile im Fußball ist, dass sie irgendwann den Schützen verunsichern wollen. Ich habe gewartet, bis alle raus sind.“

Er führte weiter aus: „Ich habe Serhou gefragt, ob er schießen will und er hat gesagt ja. Dann war die Entscheidung leicht und dann hat er den auch reingemacht.“ Zumindest den ersten verwandelte ihn, der zweite dagegen fand den Weg Richtung Tribüne.

Kovac gab auf der PK einen ähnlichen Einblick. „Er wollte nicht schießen, sondern ein kleines Ablenkungsmanöver fahren“, erklärte er Schlotterbecks Motivation. „Er hat da so ein bisschen eine falsche Fährte gelegt, weil es oftmals so ist, dass da zig gegnerische Spieler vorbeilaufen und den Spieler mit dem Ball beeinflussen wollen. So hat er das Ding auf sich genommen und dem Serhou die Ruhe verschafft, die er braucht, um den Elfmeter zu schießen.“

Dass Guirassy überhaupt zum Elfmeter antrat, lag auch daran, dass der etatmäßige Schütze und Kapitän Emre Can kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel. Can überzeugte bisher aus elf Metern und verschoss im BVB-Trikot von zwölf Versuchen in der Bundesliga noch keinen einzigen. Erst beim 3:0-Erfolg in der vergangenen Woche gegen Union Berlin hatte er verwandelt.

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