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"Schlag ins Gesicht": Seltener Riss zwischen Neuer und FC Bayern

Neuer-Vertrauter: „Schlag ins Gesicht“

Manuel Neuer feiert seinen 40. Geburtstag. Viele Jahre arbeitete er mit Torwarttrainer Toni Tapalovic zusammen. Im Januar 2023 trennt sich plötzlich der FC Bayern von seinem Freund, was für beide sehr schmerzhaft war.
Torwarttrainer Toni Tapalovic (l., mit Manuel Neuer) hat den FC Bayern zu Zeiten von Trainer Julian Nagelsmann verlassen müssen
Torwarttrainer Toni Tapalovic (l., mit Manuel Neuer) hat den FC Bayern zu Zeiten von Trainer Julian Nagelsmann verlassen müssen
© IMAGO/Passion2Press
Manuel Neuer feiert seinen 40. Geburtstag. Viele Jahre arbeitete er mit Torwarttrainer Toni Tapalovic zusammen. Im Januar 2023 trennt sich plötzlich der FC Bayern von seinem Freund, was für beide sehr schmerzhaft war.

Manuel Neuer und Toni Tapalovic verbindet eine enge Freundschaft. Beide arbeiteten viele Jahre beim FC Schalke 04 und beim FC Bayern auf dem Trainingsplatz zusammen. Anlässlich des 40. Geburtstags von Neuer hat sich sein langjähriger Torwarttrainer zu ihm geäußert und sich nochmals an die Trennung im Januar 2023 erinnert.

„Es gibt nicht diese eine Anekdote, die ich sofort mit ihm verbinde“, erklärte Tapalovic und fügte hinzu: „Die gesamte gemeinsame Zeit war besonders, ob es auf Schalke oder bei den Bayern war. Dazu gehören die Erfolge und Niederlagen. Da will ich gar nicht unterscheiden.“

Seltener Risse zwischen FC Bayern und Neuer

Unter seinem Torwarttrainer revolutionierte Neuer das Torwartspiel und entwickelte sich zum Welttorhüter. Doch zu Beginn des Jahres 2023 gab der FC Bayern – Julian Nagelsmann war damals Trainer – die plötzliche Trennung von Tapalovic nach über 11 Jahren bekannt, was für ihn und Neuer ein großer Schock war.

Der Verein begründete die Entscheidung damals aufgrund von „Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit“.

Drei Jahre später sagte Tapalovic dazu: „So wie es gelaufen ist, war es nicht schön. Es war für uns beide ein Schlag ins Gesicht, weil wir uns nichts zu Schulden haben kommen lassen. Entsprechend schwer war es für uns, das zu verstehen.“

Neuer hatte sein Unverständnis in einem viel beachteten Interview damals ebenfalls öffentlich zum Ausdruck gebracht. Zum vielleicht einzigen Mal waren das langjährige Aushängeschild und sein Klub überhaupt nicht auf einer Wellenlänge.

Mittlerweile ist das Kapitel Vergangenheit – und der Deutsch-Kroate Tapalovic schwelgt mit Blick auf Neuer in Erinnerungen: „Er will immer gewinnen und stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft, egal was ist. Selbst wenn er fünf Tage nicht trainiert, Fieber hat und normalerweise nicht spielen dürfte, ist er derjenige, der sagt, ich will der Mannschaft helfen und stelle mich ins Tor. Das ist schon besonders. Er sieht sich da an der letzten Stelle.“

Ulreich und Buffon melden sich zu Wort

Auch weitere Weggefährten und einstige Konkurrenten meldeten sich zu Neuers Geburtstag zu Wort. Sein langjähriger Ersatztorwart beim FC Bayern, Sven Ulreich, schreibt in der Bild: „Wir haben jetzt schon einige Jahre hinter uns als Mitspieler und sind in dieser Zeit gute Freunde geworden. Was ich sehr an Dir schätze, ist Deine Loyalität und Deine Zuverlässigkeit! Es ist Wahnsinn, was Du in Deiner Karriere erreicht hast!“

Torwart-Legende Gianluigi Buffon erinnerte sich zudem im Gespräch mit dem FC Bayern Magazin 51 daran, wann er zum ersten Mal von Neuer mitbekommen hat: „Das war im Frühjahr 2011, als er mit Schalke im San Siro
gespielt hat. Er hatte einen tollen Körperbau, eine imposante Statur, und er wirkte sehr motiviert. Ein bisschen wie ich am Anfang meiner Karriere bei Parma gespielt habe. Seine Einstellung gefiel mir, er hatte genau das richtige Auftreten: viel Energie und Selbstbewusstsein, manchmal an der Grenze zur Euphorie beim Rauslaufen – aber das gehört dazu, wenn man jung ist.“

Der Italiener erklärte, dass er Neuer schon damals zugetraut habe, eine Weltkarriere hinzulegen.