Bundesliga>

Effenberg-Plädoyer für Krösche: "Würde es schwer verstehen"

Krösche-Trennung? Effenberg skeptisch

Markus Krösche steht in Frankfurt vor einer ungewissen Zukunft. SPORT1-Experte Stefan Effenberg hält allerdings wenig von einer Trennung.
Harry Kane bleibt beim 5:1-Sieg des FC Bayern ohne Tor - seine Qualitäten sind trotzdem unbestritten. SPORT1-Experte Stefan Effenberg prognostiziert dem Engländer im FIROCKX Doppelpass erneut eine hohe Trefferquote.
Markus Krösche steht in Frankfurt vor einer ungewissen Zukunft. SPORT1-Experte Stefan Effenberg hält allerdings wenig von einer Trennung.

Sportvorstand Markus Krösche galt eigentlich als Glücksfall für Eintracht Frankfurt. Immerhin hat der Kaderplaner zahlreiche Top-Deals gelandet und dem Verein zu großen Erfolgen verholfen. Nach SPORT1-Informationen gilt eine vorzeitige Trennung (Vertrag bis 2028) jedoch als immer wahrscheinlicher – Stefan Effenberg würde dies bedauern.

„Bei Markus Krösche muss ich sagen – ich kenne ihn gut und er ist sehr selbstkritisch –, dass er dazu mit Sicherheit ein Statement abgibt. Mir würde es leidtun, auch für den Verein, weil er dort etwas aufgebaut hat und sehr erfolgreich war. Dann würde ich es schwer verstehen können, wenn man sich im Winter trennt“, sagte der SPORT1-Experte im FIROCKX DOPPELPASS mit dem Verweis, dass eine neue Person „auch eine gewisse Zeit brauchen“ würde.

Effenberg stellt Grundsatzfrage: „Was ist die Ausrichtung?“

Trotzdem stellt sich für Effenberg auch eine grundsätzliche Frage, mit der sich auch die Entscheidungsträger in Frankfurt und Krösche selbst konfrontiert sehen.

„Was ist die Ausrichtung? Einzukaufen, gut zu sein – und Spieler für viel Geld wieder zu verkaufen? Adi Hütter hat offensichtlich einen anderen Ansatz“, merkte er kritisch an. Letztlich sei es eben „wichtig, ein Umfeld zu haben, das kritisch ist, aber auch harmoniert“. Ansonsten ergebe es „keinen Sinn mehr, weiterzumachen“.

Mit der Entlassung von Dino Toppmöller, dem Fehlgriff mit Albert Riera und Gesprächen mit Milan häuften sich kritische Stimmen zu Krösche. Zudem soll es zwischen Trainer Adi Hütter und ihm nicht sehr harmonisch zugehen.

Effenberg-Plädoyer für Krösche: „Muss man ihm zugestehen“

Die Fähigkeiten von Krösche stellt Effenberg aber trotzdem nicht in Frage: „Bei Riera ist er sehr selbstkritisch gewesen und hat eingestanden, dass es ein Fehler war. Jeder Manager macht mal einen Griff ins Klo. Jeder installiert mal einen falschen Trainer. Das muss man ihm zugestehen. Etwas daran festzumachen, könnte ich überhaupt nicht verstehen.“

Auch den jüngsten Krösche-Deal, die Verpflichtung von Noah Atubolu, bewertet Effenberg positiv. „Der Transfer macht total Sinn. Man musste auf der Position zuschlagen. Er hat es getan mit einem Torhüter, der richtig Potenzial hat. Das könnte man ihm auch positiv anrechnen“, erläuterte Effenberg.

Der 58-Jährige ist sich sicher, dass Krösche unabhängig von der Eintracht-Entscheidung noch viel bewegen kann. „Jeder Verein, der ihn nimmt, kann sich auf etwas Gutes und Großes freuen – sollte es so kommen“, verdeutlichte er.

Am Mittwoch tagt bei der Eintracht der Aufsichtsrat. Die Sitzung könnte bereits Klarheit über die Zukunft des eigentlich noch bis 2028 gebundenen Sportvorstands liefern.