Bundesliga>

Deutliche Ansage von Atubolu

Deutliche Ansage von Atubolu

Noah Atubolu debütiert im Tor von Eintracht Frankfurt - lediglich einen Tag nach der offiziellen Verkündung seines Wechsels. Die Anfangsphase verläuft durchaus turbulent.
Eintracht-Trainer Adi Hütter verrät auf der Pressekonferenz
Noah Atubolu debütiert im Tor von Eintracht Frankfurt - lediglich einen Tag nach der offiziellen Verkündung seines Wechsels. Die Anfangsphase verläuft durchaus turbulent.

Erst am Freitag wurde der Transfer von Noah Atubolu offiziell verkündet, gerade einmal einen Tag später (!) stand der Neuzugang von Eintracht Frankfurt beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin (3:3) bereits in der Startelf – und erwischte beim turbulenten Spiel einen denkbar schlechten Start.

Keine drei Minuten dauerte es, ehe der Neuzugang ein erstes Mal hinter sich greifen musste. Emmanuel Latte Lath traf für die Unioner nach einer Ecke zur frühen Führung. Atubolu kam zwar noch mit der Hand an den Ball, konnte das Gegentor aber nicht mehr verhindern.

Atubolu wird nach Eintracht-Start deutlich: „Darf auf keinen Fall so weitergehen“

„Am Ende haben wir zu viel zugelassen. Wir führen hier 3:1 in Berlin und dürfen das auf keinen Fall noch so herschenken, es fühlt sich eher wie eine Niederlage an“, wurde der Keeper im Anschluss bei DAZN deutlich.

„Die Tore, diese Defensivsache wie heute – das darf auf keinen Fall so weitergehen“, fügte Atubolu an: „Dazu will ich meinen Teil beitragen, da muss die Abwehr ihren Teil dazu beitragen, und am Ende die ganze Mannschaft, weil es vorne anfängt. Das werden wir ansprechen, daran werden wir arbeiten. Denn das wollen wir nicht mehr.“

Atubolu beim Debüt für Eintracht Frankfurt schmerzhaft getroffen

SGE-Stürmer Younes Ebnoutalib besorgte mit einem Blitz-Doppelpack die zwischenzeitliche Wende (10., 11.). Zwischen seinen Treffern lagen lediglich 51 (!) Sekunden.

Vor der Halbzeit dann ein Schreckmoment: Atubolu rauschte an der Grundlinie mit Unions Michel Aebischer zusammen. Der Keeper blieb kurz auf dem Rasen liegen, ehe er sich wieder aufrichtete und an der Schläfe behandelt wurde. Etwas Ernsteres schien nicht passiert zu sein. Atubolu ging zum Pausenpfiff eigenständig in die Kabine.

Nach der Pause machte erneut Ebnoutalib mit seinem dritten Tor zum 3:1 vermeintlich alles klar für die Eintracht – aber Leopold Querfeld (79.) und Tim Skarke (90.+3) mit der Hacke trafen für die Berliner zum umjubelten Ausgleich. An den beiden Gegentreffern traf Atubolu keine Schuld. Stattdessen konnte sich der Ex-Freiburger in mehreren Szenen sogar noch auszeichnen und verhinderte eine mögliche Niederlage für die Frankfurter.

Hütter: „Wird nicht alles perfekt verlaufen“

„Es wird wahrscheinlich nicht alles perfekt verlaufen. Auf der anderen Seite hat Noah sehr viel Erfahrung in der Bundesliga, stand vor Kurzem auch noch im Finale der Europa League. Ich glaube, er wird heute eine gute Partie machen“, hatte Trainer Adi Hütter bei Sky vor Anpfiff gesagt.

In Frankfurt ist Atubolu die klare Nummer eins, vor dem Brasilianer Kaua Santos. Der 23 Jahre alte Santos war zuletzt zunehmend in die Kritik gerückt – und genießt nicht mehr das Vertrauen von Hütter und den SGE-Verantwortlichen.

Eintracht Frankfurt: Kaua Santos in der Kritik

„Kaua hat uns ein bisschen zum Zweifeln gebracht, speziell in Brentford (0:7 im Testspiel; Anm. d. Red.). Dann ist die Möglichkeit aufgegangen, Noah Atubolu zu bekommen. Es ist relativ schnell gegangen. Sehr, sehr wichtig für uns dieser Transfer. Ich freue mich, dass Noah Atubolu bei uns ist“, bestätigte Hütter nun.

Bei DAZN erklärte der österreichische Coach: „Ich glaube immer, dass man offen und ehrlich mit den Jungs sein muss. […] Kaua versteht das auf eine Art und Weise. Auf der anderen Seite ist er professionell genug und weiß, was er auch zu tun hat.“

Petersen spricht sich für Atubolu aus

Experte Nils Petersen sagte: „Wer immer nach Trapp da war, hat nicht wirklich funktioniert. Jetzt ist das ein bisschen Prinzip Hoffnung, weil er auf dem Markt war und man ihn loseisen konnte. Er ist ein junger, deutscher, talentierter Keeper.“

Dass der Keeper lange nach einem neuen Verein suchen musste, sei ein Zeichen, „dass der Markt für ihn vielleicht doch nicht so groß war“. Nun gehe es darum, die Chance in Frankfurt zu nutzen. Dort sei schließlich „mehr Druck auf dem Kessel“ als bei seinem Ex-Verein SC Freiburg: „Ich wünsche mir und glaube auch, dass er es schaffen wird“, sagte Petersen.

Zetterer wechselt nach England

Der Atubolu-Wechsel führte auch dazu, dass die Luft für Michael Zetterer immer dünner wurde. Zwar plante dieser zunächst fest mit einem Verbleib und auch sein Berater Nico Pellatz hatte die Wechselgerüchte jüngst entschieden dementiert.

Nach SPORT1-Infos hat Zetterer einen neuen Verein gefunden und bereits seinen Vertrag unterschrieben. Premier-League-Klub Leeds United um den deutschen Trainer Daniel Farke sicherte sich die Dienste von Zetterer. Absolut Fussball berichtete zuerst über den vollzogenen Deal.

Auch auf der Zugangsseite könnte sich bei der Eintracht noch etwas tun. „Wir sind natürlich noch auf der Suche auf der einen oder anderen Position. Das ist ja auch bekannt. Und ich denke, ich gehe mal davon aus, dass wir bis dahin noch was machen“, sagte Hütter.

Abonniere den Fußball-Newsletter und bleibe immer am Ball! Alle Tore und News direkt in dein Postfach