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Musiala? Effenberg mit klarer Forderung an den FC Bayern

Effenberg warnt Bayern wegen Musiala

Stefan Effenberg fordert vom FC Bayern München im Fall von Jamal Musiala Transparenz. Offene Fragen sollte der deutsche Rekordmeister schnell beantworten.
 Wenige Tage nachdem der Profi des FC Bayern im Test gegen RB Leipzig mit Kreislaufproblemen vom Platz muss, geht er im nächsten Spiel gleich wieder nach wenigen Minuten zu Boden.
Stefan Effenberg fordert vom FC Bayern München im Fall von Jamal Musiala Transparenz. Offene Fragen sollte der deutsche Rekordmeister schnell beantworten.

Im Fall Jamal Musiala hat Stefan Effenberg eine Forderung an den FC Bayern München gestellt. Der deutsche Rekordmeister müsse für mehr Transparenz sorgen und offene Fragen schnellstens beantworten.

„Ich erwarte nun auch, dass die Bayern – im besten Fall sogar gemeinsam mit einem Experten oder einer Expertin aus der Neurologie – direkt mit Informationen zum Gesundheitszustand ihres Spielers nachlegen“, befand der Ex-Nationalspieler in seiner Kolumne bei t-online. „Sie müssen umgehend für mehr Transparenz sorgen, damit alle noch offenen Fragen beantwortet werden. Das ist elementar.“

Effenberg nimmt den FC Bayern in die Pflicht

Jamal Musiala war am Dienstag bei einem Testspiel gegen Heidenheim erneut auf dem Platz zusammengebrochen. Nach dem Spiel machte der DFB-Star auf Instagram bekannt, dass er an „behandelbaren Absencen“ leidet, die „auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind.“

Effenberg sieht nun den FC Bayern in der Pflicht. „Es sind nach Musialas Instagram-Post vom Dienstagabend, in dem er seine Erkrankung öffentlich machte, tatsächlich noch einige Fragen offen, über die es sich verbietet, zu spekulieren: Wie viel Spielzeit bekommt Musiala? Wie genau werden diese Absencen, diese Art epileptischer Anfälle, die ihm passieren können, behandelt?“, meinte der 58-Jährige.

Es wäre „ein großer Fehler“, sollte der FC Bayern diese Sachverhalte nicht adressieren. „Damit würden sie sich selbst, vor allem aber natürlich Musiala einen Bärendienst erweisen. Denn dann kämen bei jeder Gelegenheit wieder exakt diese Fragen auf – und würden für Unruhe sorgen, die von außen in den Verein hineingetragen würde. Das dürfen sie nicht zulassen.“

Musiala? Für Kompany eine „Gratwanderung“

Wie gehen die Münchner nun mit dem Offensivspieler um? Aus Sicht Effenbergs ist vor allem Cheftrainer Vincent Kompany gefordert, für den der Fall Musiala einer „Gratwanderung“ gleicht.

„Denn einerseits sollte und wird er weiter mit Musiala planen. Anderseits aber muss er auch in jedem Spiel einkalkulieren, dass es eben erneut zu so einer Absenz bei seinem Spielmacher kommen kann – und personelle Vorkehrungen treffen“, schrieb Effenberg.

Der Transfer von Ismael Saibari erscheine für Effenberg nun in einem ganz anderen Licht. Schließlich kann der Marokkaner die Position von Musiala in der Startelf einnehmen. „Angesichts der Entwicklungen um Musiala haben die Bayern mit dieser Personalie schon jetzt alles richtig gemacht“, befand Effenberg.