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FCB-Fans acht Stunden festgehalten

Nach den Vorfällen rund um das Gastspiel des FC Bayern auf Schalke werden neue Details bekannt. Rund 700 Münchner Fans sollen von den Polizeimaßnahmen betroffen gewesen sein. Für einige dauerte der Einsatz bis tief in die Nacht.
Nach dem 0:0 gegen Schalke 04 geht Bayern-Coach Vincent Kompany direkt in die Analyse. Er meint, der Mannschaft hätte in den entscheidenden Momenten das Tempo gefehlt.
Nach den Vorfällen rund um das Gastspiel des FC Bayern auf Schalke werden neue Details bekannt. Rund 700 Münchner Fans sollen von den Polizeimaßnahmen betroffen gewesen sein. Für einige dauerte der Einsatz bis tief in die Nacht.

Für zahlreiche Fans des FC Bayern war der Abend auf Schalke auch lange nach dem Abpfiff noch nicht vorbei. SPORT1-Informationen zufolge mussten Teile der Münchner Anhänger bis gegen 1.45 Uhr am Gästeparkplatz nahe der Arena auf Schalke ausharren. Von insgesamt rund 700 Personen sollen die Personalien aufgenommen und Fotos gemacht worden sein.

Damit waren offenbar noch deutlich mehr Fans betroffen als zunächst bekannt. SPORT1 hatte am Samstag zunächst von rund 500 Anhängern berichtet, die nach den Vorfällen vor der Arena nicht ins Stadion durften.

Die Polizei Gelsenkirchen erklärte später, gegen zahlreiche Beteiligte werde wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Nach ihrer Darstellung waren zwei Stunden vor Anstoß organisierte Fangruppen beider Klubs auf einem Parkplatz am Ötte-Tibulsky-Weg aufeinandergetroffen.

Die Münchner hätten dabei „sofort die Konfrontation“ mit den Schalker Anhängern gesucht. Die Einsatzkräfte griffen ein und hinderten eine größere Gruppe daran, weiter zum Stadion zu gehen. Ein Bayern-Fan und ein Beamter wurden laut Polizei jeweils leicht verletzt. Während der Polizist weiter dienstfähig war, musste der Anhänger der Münchner ins Krankenhaus gebracht werden.

Polizeieinsatz zieht sich über acht Stunden

Insgesamt zog sich der Einsatz über rund acht Stunden. Für zusätzliche Verzögerungen sollen nach SPORT1-Informationen dabei technische Probleme gesorgt haben: Die verwendete Software sei mehrmals abgestürzt. Einige Fan-Busse konnten den Parkplatz bereits früher verlassen, da sie am folgenden Tag anderweitig gebraucht wurden. Für die wartenden Anhänger wurden Wasser und zwei mobile Toiletten bereitgestellt.

In der Münchner Fanszene gibt es derweil Kritik daran, wie es überhaupt zu dem Aufeinandertreffen kommen konnte. Aus Fankreisen heißt es, beide Gruppen seien nahezu gleichzeitig in Richtung Stadion geschickt worden. Eine ausreichende Trennung durch die Polizei oder ein Sichtschutz habe dabei gefehlt.

Deshalb wird seitens der Bayern-Fans auch die Darstellung angezweifelt, wonach die Münchner Fans gezielt die Konfrontation gesucht hätten. Vielmehr seien beide Gruppen auf dem Weg zum Stadion zufällig aufeinandergetroffen. Unabhängig überprüfen lässt sich diese Version bislang nicht.

Offen ist zudem, ob die Vorfälle beim Bayern-Gastspiel in Dortmund Ende Februar beim Vorgehen in Gelsenkirchen eine Rolle spielten. Damals war es ebenfalls zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Teilen der Münchner Fanszene und der nordrhein-westfälischen Polizei gekommen. Einen Beleg für einen Zusammenhang gibt es allerdings nicht.

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