Finale Entscheidung im Fall Wagner
Zoff um Sperre gegen Bayern? So lief die Verhandlung
Vincent Wagner darf gegen den FC Bayern doch an der Seitenline stehen. Der Trainer der SV Elversberg wird nicht gesperrt.
Die Sperre gegen Vincent Wagner ist aufgehoben worden. Der Trainer der SV Elversberg darf nun doch beim Bundesliga-Spiel des Aufsteigers gegen den FC Bayern am Sonntag an der Seitenlinie stehen. Das ist das Ergebnis einer mündlichen Verhandlung vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), wie der Verband und auch Elversberg offiziell bestätigte.
„Der gegen Vincent Wagner ausgesprochene Feldverweis wird aufgehoben. Eine automatische Sperre entfällt“, erklärte Stephan Oberholz, Vorsitz des Sportgerichts bei ntv.
Dieses Urteil sei „die absolute Ausnahme“ und nur deshalb möglich, weil Schiedsrichter Martin Petersen einen Irrtum eingeräumt habe. Wagner dankte dem Referee für dessen Ehrlichkeit. „Ich bin froh, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde“, sagte er.
So kam es zur umstrittenen Sperre von Wagner
Petersen habe „erstmals ausgeführt, dass seine Wahrnehmung falsch war und dass er den Sachverhalt nicht richtig eingeordnet hat“, führte Oberholz noch aus: „Wir mussten die Frage beantworten, ob dieser Irrtum offensichtlich war. Nach Ansicht neuer Bildaufnahmen aus dem Scoutingfeed sind wir davon überzeugt, dass Trainer Wagner den Platz erkennbar ausschließlich zur Einwirkung auf seine Spieler betreten hat und sich dabei nicht in Richtung Schiedsrichter orientierte.“
Nach einem Gegentor beim Elversberg-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zum zwischenzeitlichen 1:2 infolge einer falschen Einwurf-Entscheidung hatte sich Wagner aus stillem Protest auf das Feld gestellt. Dafür gab es die erste Verwarnung von Petersen.
"Mehr Niveau!" Elversberg-Coach mit wichtigen Appell
Der Platzverweis folgte, weil Wagner nach dem Pausenpfiff auf den Unparteiischen zugegangen war – allerdings ohne ihn verbal zu attackieren.
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Das sorgte für ligaweite Diskussionen – unter anderem Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hatte sich klar positioniert. Zunächst wurde Wagner für ein Spiel gesperrt, eine erste Berufung blieb erfolglos – nun die Wende.