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Atletico Madrid: Diego Simeone und seine größten Ausraster

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Atletico Madrid: Diego Simeone und seine größten Ausraster

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Die größten Eklats des Diego Simeone

Die größten Eklats des Diego Simeone

Schiri-Grabscher, Schauspielereien, verbotenes Coaching: Der Atletico-Coach überschreitet gerne Grenzen des Erlaubten. SPORT1 zeigt seine größten Ausraster.
FBL-EUR-C1-BARCELONA-ATLETICO
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© Getty Images

Es gibt Menschen, die produzieren Skandale, damit sie im Rampenlicht stehen. Andere verursachen Skandale, wenn sie im Rampenlicht stehen. Und dann gibt es Menschen wie Diego Simeone. Für sie besteht das Rampenlicht aus Skandalen.  

Der Trainer von Bayerns Champions-League-Gegner Atletico Madrid (das Halbfinal-Rückspiel am Dienstag ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) nutzt die große Fußball-Bühne für Aufreger, Ausraster und gezielte Provokationen - auf und abseits des Platzes.

SPORT1 dokumentiert die fünf größten Eklats seiner Karriere.

1. Der Ballwurf-Skandal

Am 35. Spieltag der laufenden Saison in der Primera Division sorgt Simeone im Heimspiel gegen den FC Malaga (1:0) für Entrüstung. Während der Gegner einen Konter fährt, animiert er einen Balljungen, einen zweiten Ball aufs Feld zu werfen. Das Spiel muss unterbrochen werden, die Chance verpufft.

Als der Schiedsrichter Wind von Simeones Aktion bekommt, verbannt er ihn auf die Tribüne. Der Argentinier wird bis zum Saisonende gesperrt.

2. Der Tribünen-Schummel

Nur eine Woche später provoziert Simeone erneut und setzt sich allem Anschein nach über sein Coaching-Verbot hinweg. Obwohl ihm seine Sperre eine Einflussnahme auf seine Mannschaft strikt untersagt, setzt sich der Atletico-Coach gegen Rayo Vallecano (1:0) auf der Tribüne direkt neben seinen Torwarttrainer Pablo Vercellone.

Der ist deutlich sichtbar mit einem Headset ausgestattet, über das er Funkkontakt zur Bank hält. So gelangen Simeones Anweisungen höchstwahrscheinlich über Umwege direkt an den Spielfeldrand. 

Das riecht nach Ärger. Bei leichteren Vergehen dieser Art kann eine zusätzliche Sperre verhängt werden. Laut Marca liegt die zwischen vier und 20 Spielen. Bei schwereren Verstößen kann die Sperre auch ein bis sechs Monate betragen.

Voraussetzung ist allerdings, dass entweder Gegner Rayo Beschwerde einreicht oder das zuständige Wettbewerbskomitee Ermittlungen einleitet. 

3. Beinahe-Schlägerei auf dem Feld

In der Verlängerung des Champions-League-Endspiels 2014 gegen Real Madrid (1:4) stürmt Simeone wie von der Tarantel gestochen auf den Rasen, will Reals Jungspund Raphael Varane an den Kragen, nachdem dieser zuvor einen Ball Richtung Atletico-Bank gedroschen hat. 

Real Madrid v Atletico de Madrid - UEFA Champions League Final
Real Madrid v Atletico de Madrid - UEFA Champions League Final

Nur mit Mühe kann Simeone zurückgehalten werden. Nach dem Spiel erklärt er: "Varane hat mich mit seinem Schuss provoziert. Wir Älteren mögen es nicht, wenn sowas mit uns gemacht wird."

4. Tätlichkeit gegen vierten Offiziellen

Am 22. August 2014 steigt das Finale im spanischen Supercup. Wieder trifft Atletico auf Real (1:0 nach 1:1 im Hinspiel) - und wieder rastet Simeone aus. Diesmal macht er nicht mal vor den Unparteiischen Halt.

Weil der vierte Offizielle seinen Spieler Juanfran nach einer Behandlung nicht zurück auf den Rasen schickt, schlägt er dem Referee zweimal leicht auf den Hinterkopf. 

Diego Simeone von Atletico Madrid diskutiert mit Schiedsrichtern
Diego Simeone von Atletico Madrid diskutiert mit Schiedsrichtern

Simeone wird auf die Tribüne verwiesen und bekommt anschließend acht Spiele Sperre aufgebrummt - auch weil er anschließend von den Zuschauerrängen aus noch weiter coacht.  

Nach seiner Entgleisung gibt er sich reumütig: "Das waren die Angst und die Nerven. Ich muss mich entschuldigen. So kann ich mich nicht beschweren."

5. Provokation gegen David Beckham

Was Simeone als Trainer kann, hat er schon zu Spielerzeiten beherrscht: den Gegner zur Weißglut treiben. Eines seiner prominentesten Opfer: David Beckham.

Im WM-Achtelfinale 1998 lässt sich das englische Idol zu einem Tritt gegen Simeone hinreißen. Der sinkt theatralisch zu Boden, provoziert so eine Rote Karte gegen Beckham. 

English midfielder David Beckham (R) and Argentina
English midfielder David Beckham (R) and Argentina

Das Ende vom Lied: Argentinien gewinnt, England fliegt raus - und auf der Insel haben sie einen neuen Staatsfeind. Jemand wie Simeone verspürt dabei Genugtuung.