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Kovac gratuliert Bayern zum Triple

Kovac gratuliert Bayern zum Triple

Im Herbst wurde Niko Kovac beim FC Bayern entlassen, jetzt verneigt er sich vor seinem Ex-Team. Nachfolger Hansi Flick und einigen Spielern habe er eine SMS geschickt.
Der FC Bayern München gewinnt mit Rekordwerten die Champions League. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge dankt Triple-Trainer Hansi Flick für seine überragende Arbeit.
Raphael Weber
Raphael Weber
von Raphael Weber

Ausgerechnet eine 1:5-Niederlage gegen sein Ex-Team Eintracht Frankfurt kostete Niko Kovac im Herbst seinen Job beim FC Bayern - jetzt sind die Münchner mit dem Triple die Könige von Europa.

Nach dem Triumph in der Champions League hat auch der Ex-Coach seinem alten Team zum großen Erfolg gratuliert.

"Sie haben wirklich eine tolle Champions-League-Saison gespielt, die Spiele dominiert und waren die beste Mannschaft", sagten der heutige Trainer der AS Monaco bei Bild.

Seinen einstigen Assistenten Hansi Flick sprach Kovac auch direkt an: "Hansi, das hast du toll gemacht. Ich freue mich für dich, ich freue mich für euch. Ich war mir sicher: Über 90 Minuten kann nur der FC Bayern der Sieger sein. Das habt ihr geschafft. Deshalb herzliche Glückwünsche"

Kovac gratuliert Flick und Spielern per SMS

Nicht nur seinem Nachfolger habe er nach dem Finalsieg gegen Paris St.-Germain sein Lob ausgesprochen, verriet Kovac.

"Ich habe ihm und auch einigen Spielern eine SMS geschickt und gratuliert, denn den Titel haben sie sich verdient", betonten der Kroate: "Darüber hinaus haben sie das Triple gewonnen. Das ist aller Ehren wert und eine Seltenheit."

Zum zweiten Mal nach 2013 feierte der FCB den Gewinn von Champions League, Meisterschaft und Pokal in einer Saison.

Die AS Monaco hat zum Ligastart ein 2:2 gegen Stade Reims geholt. Beim Pflichtspieldebüt von Trainer Niko Kovac holten die Monegassen nach einem 0:2-Rückstand immerhin noch einen Punkt.
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Früher Schock, starkes Comeback: Das turbulente Kovac-Debüt

Wandlung des FC Bayern unter Flick

Als am 3. November die Trennung von Kovac vollzogen wurde, lag Bayern in der Bundesliga auf Rang vier, stand nach einem knappen 2:1 gegen Zweitligist VfL Bochum im Achtelfinale des DFB-Pokals und hatte in der Vorrunde der Königsklasse alle drei Partien gewonnen, darunter 7:2 bei Tottenham Hotspur.

Dadurch trug auch der Kroate seinen Teil zum Rekord bei - denn alle Spiele einer Champions League zu gewinnen, schaffte vor den Münchnern noch kein Team.

Kovac sorgte vor seiner Entlassung aber nicht nur mit der "wenn Not am Mann ist"-Aussage zu Thomas Müller für Aufsehen, auch seine Einschätzung des eigenen Teams vor dem Pokalspiel gegen Bochum wurde spätestens durch die Erfolge nach seinem Aus zum Bumerang.

FCB-Trainer Niko Kovac gerät immer mehr unter Druck. Er ist nicht ganz unschuldig an der Situation, weil er in den letzten Wochen des öfteren verbal daneben gegriffen hat.
02:29
So bringt sich Kovac selbst in Bedrängnis

"Man muss auch die Spielertypen haben. Man kann nicht versuchen, mit 200 km/h auf der Autobahn zu fahren, wenn man nur 100 schafft. Man muss das anpassen, was man eben hat", meinte der 48-Jährige seinerzeit zum Vergleich mit dem FC Liverpool.

Unter Nachfolger Flick fand eine enorme Wandlung bei den Bayern statt. Die Mannschaft blieb bis zum CL-Titel insgesamt 30 Spiele in Folge ohne Niederlage (29 Siege, 1 Remis) und beendete die Saison mit 21 Erfolgen in Serie (Rekord im deutschen Profifußball).