Champions League>

Champions League: Fahrlässig oder alternativlos? Der BVB-Notfallplan

Kovacs Notfallplan

Niko Kovac steht vor dem Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo vor einem Personalpuzzle. Die Ausfälle wiegen schwer und zwingen den BVB-Trainer, kreativ zu werden. Wie fahrlässig wäre der Einsatz eines Juwels?
Vor den Champions-League-Playoffs gegen Atalanta Bergamo plagen den BVB zwei weitere Ausfälle in der Innenverteidigung. Trainer Niko Kovac erklärt, wie er vor allem den Ausfall von Nico Schlotterbeck kompensieren will.
Niko Kovac steht vor dem Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo vor einem Personalpuzzle. Die Ausfälle wiegen schwer und zwingen den BVB-Trainer, kreativ zu werden. Wie fahrlässig wäre der Einsatz eines Juwels?

Der BVB steht vor entscheidenden Wochen: Zwei Playoff-Spiele gegen Atalanta Bergamo in der Champions League und Duelle gegen RB Leipzig und den FC Bayern in der Bundesliga stehen an. Doch ausgerechnet jetzt ist in der Innenverteidigung ein Personalnotstand ausgebrochen.

Neben den zuvor schon verletzten Emre Can und Filippo Mané werden auch Nico Schlotterbeck (muskuläre Probleme) und Niklas Süle (Oberschenkelzerrung) für das Hinspiel am Dienstagabend (ab 21 Uhr im LIVETICKER) ausfallen.

Bei der Pressekonferenz am Montagnachmittag gab Kovac einen Blick in seine Überlegungen, ohne sich zu tief in die Karten gucken zu lassen. Bekommt tatsächlich Youngster Luca Reggiani ausgerechnet in diesem wichtigen Königsklassenduell das Vertrauen von Beginn an? Darüber diskutieren BVB-Reporter Oliver Müller und SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.

Personalnot: Das plant Kovac

„Das ist die Aufgabe eines Trainers, immer wieder Lösungen zu finden und kreativ zu sein“, erklärte Kovac auf der PK auf SPORT1-Nachfrage und nannte drei Optionen seines Notfallplans: Julian Ryerson, der schon gegen Juventus Turin auf der Position aushalf, Salih Özcan zurückzuziehen oder das System - gegebenenfalls auf eine Viererkette mit nur zwei Innenverteidigern - umzustellen. Zu Reggiani wollte sich Kovac nicht konkret äußern.

Ob Kovac tatsächlich diese Pläne hegt? Die beiden Podcaster sind skeptisch. Waldemar Anton und Ramy Bensebaini dürften in der Dreierkette gesetzt sein. „An eine Systemumstellung glaube ich allerdings nicht. Kovac wird auch so an seinem System festhalten“, ist sich Sedlbauer sicher.

Und die Beförderung von Salih Özcan hält Müller für eine „Nebelkerze“: „Wenn das wirklich ein Plan von ihm ist, hätte er uns das nie und nimmer verraten.“

Wäre ein Reggiani-Debüt fahrlässig?

Für am wahrscheinlichsten hält Sedlbauer, dass Ryerson ins Zentrum rückt und Yan Couto auf der rechten Schiene spielt. Auch Maxi Beier wäre für den BVB-Reporter eine ernsthafte Option auf der defensiveren Außenbahn.

Wenn du hier klickst, siehst du Spotify-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Spotify dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Müller könnte sich vorstellen, dass Kovac auch noch einen anderen Gedanken verfolgt. Könnte der 18 Jahre alte Italiener Reggiani, der erst vor zwei Wochen gegen den VfL Wolfsburg sein Debüt feierte und am Freitag beim 4:0 gegen Mainz 05 erstmals über 45 Minuten ran durfte, seine Königsklassen-Premiere feiern?

„Wäre fahrlässig“: BVB-Reporter warnt vor Einsatz

„Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen“, so Sedlbauer und ergänzt: „Dem Jungen tust du damit keinen Gefallen, ihn in so einem wichtigen Spiel reinzuwerfen. Das ist schon etwas ganz anderes als gegen Mainz beim Stande von 3:0 eingewechselt zu werden. Für mich wäre es fahrlässig.“

Müller befürchtet: „Bergamo spielt sehr aggressiv und eins gegen eins über den gesamten Platz. Da brauchst du nur einmal aus Nervosität den Ball zu verstolpern, dann kann das auf diesem Niveau ganz schnell nach hinten losgehen.“

Die Dortmunder verzichteten in der Wintertransferperiode bewusst auf eine Verpflichtung eines Innenverteidigers. Das könnte ihnen in den entscheidenden Wochen nun zum Verhängnis werden. Diese und noch mehr aktuelle Themen und Hintergründe hört ihr jeden Montag in einer neuen Folge des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche.“