Borussia Dortmund hat sich mit 2:1 beim VfL Wolfsburg durchgesetzt. Auf dem Weg zum Erfolg, durch den sich der Rückstand auf den FC Bayern München vorerst auf drei Punkte verkürzt, hatte der BVB jedoch ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen.
BVB: Besondere Premiere bei Zittersieg
BVB-Premiere bei Zittersieg
Nach dem späten Siegtreffer durch Serhou Guirassy (87.) zog Trainer Niko Kovac alle Register, um den Sieg ins Ziel zu retten. Dazu zählte auch die Auswechslung von Maximilian Beier in der fünften Minute der Nachspielzeit, wohl auch, um ein wenig an der Uhr zu drehen.
Bundesliga: BVB-Juwel debütiert wenige Sekunden
Neben dem taktischen Mittel von Kovac hatte der Wechsel aber auch etwas Besonderes. Der 18-jährige Luca Reggiani feierte für wenige Sekunden sein Bundesliga-Debüt. Damit kam der Italiener auch den beiden weiteren BVB-Juwelen Mathis Albert (16) und Samuele Inácio (17) zuvor, die ebenfalls im Kader standen.
Kovac erklärte nach dem Spiel, dass er mit dem Wechsel nicht nur Zeit schinden wollte. „Wir standen unter Druck. Er ist der Innenverteidiger. Und wenn lange Bälle kommen, beziehungsweise man Schüsse verteidigen muss, dann bringt man schon gestandene Staturen. Er ist mit 1,86m ganz gut dabei“, sagte der BVB-Coach.
Reggiani sei ein junger italienischer Nationalspieler, „der Qualitäten hat“. Kovac betonte, dass er seine Nachwuchsspieler langsam an die Mannschaft heranführen will. „Heute hat er das Quäntchen Glück gehabt, das man als junger Spieler auch braucht, um dann mal reingeschmissen zu werden.“
BVB-Ausfall rückt Reggiani in den Fokus
Nach dem Ausfall von Filippo Mane und dem Winterabgang von Aarón Anselmino öffnete sich für den hochveranlagten Innenverteidiger in diesen Wochen plötzlich eine Tür bei den BVB-Profis. Reggiani war im Januar 2024 von Sassuolo Calcio verpflichtet worden und entwickelte sich schnell zum unangefochtenen Stammspieler in der Dortmunder Jugend sowie zum italienischen U-Nationalspieler.
Schon vor der Partie zeigte sich Kovac gewillt, seinen Youngsters im Notfall Einsatzzeiten zu verschaffen. „Klar ist es vielleicht zu früh zu sagen, dass man einen 18-Jährigen gleich von Beginn an mit dazu nimmt“, sagte der Trainer vor der Partie, versicherte anschließend aber auch: „Wenn wir müssen, dann werden wir. Diese Jungs spielen ja nicht umsonst hier beim BVB. Sie sind Nationalspieler, also haben sie eine gewisse Qualität.“