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"Real Madrid auf der Seite des Todes"

„Real Madrid auf der Seite des Todes“

Während Barcelona und Atlético Madrid in der Champions League machbare Aufgaben vor der Brust haben, bekommt es Real mit einem Dauergegner zu tun. Die spanische Presse reagiert gewohnt martialisch.
Paris Saint-Germain konnte sich dank eines 2:2-Remis für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren. Trainer Luis Enrique stellt klar, dass sein Team bereit für die nächsten Aufgaben ist.
Während Barcelona und Atlético Madrid in der Champions League machbare Aufgaben vor der Brust haben, bekommt es Real mit einem Dauergegner zu tun. Die spanische Presse reagiert gewohnt martialisch.

Mit Real Madrid, dem FC Barcelona und Atlético Madrid haben es drei Stammgäste der Champions League aus Spanien ins Achtelfinale geschafft. Seit der Auslosung am Mittag in Nyon stehen auch die Gegner fest.

In der K.-o.-Runde der Champions League treffen die Königlichen auf bekannte Gesichter. Zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren heißt der Gegner Manchester City.

Champions League: Real mal wieder im Lospech

Die in Madrid ansässige Tageszeitung Marca schrieb von „der ersten Bombe der Verlosung, die in den Vorjahren bereits viele Male explodiert war“. Die Madrilenen verpassten damit das mutmaßlich leichtere Los mit Sporting Lissabon, das wiederum auf Überraschungsteam Bodö/Glimt trifft.

Bereits in der Ligaphase der diesjährigen Champions-League-Saison kam es zum Duell der Dauerrivalen. Dort setzte sich die Elf von Pep Guardiola knapp mit 2:1 im Estadio Santiago Bernabéu durch. Die AS fand zum erneuten Duell der beiden Schwergewichte nüchterne Worte: „Echtes Duell von echter Substanz, ein Klassiker des europäischen Fußballs, ein Duell zwischen den Giganten“.

Doch auch der weitere Weg für Real Madrid nach einem möglichen Weiterkommen gegen Manchester City hat es in sich. Die martialische Marca-Bezeichnung „Real Madrid auf der Seite des Todes“ ist nicht aus der Luft gegriffen. Im Viertelfinale könnte es zunächst gegen den FC Bayern gehen, der zuvor gegen Atalanta Bergamo antritt. In einem hypothetischen Halbfinale könnten dann Chelsea, PSG, Galatasaray oder Liverpool warten.

Erleichterung beim FC Barcelona

Den FC Barcelona wiederum traf es weniger hart. Im Achtelfinale wartet Newcastle United mit Nick Woltemade auf die Blaugrana. Die Katalanen gingen dabei einem Duell mit dem Titelverteidiger Paris Saint-Germain aus dem Weg. „Erleichterung, wenn auch keine Euphorie in Nyon. Besser der St. James‘ Park als der Parc des Princes“, fasste die in Katalonien ansässige Mundo Deportivo die Auslosung aus Sicht der Mannschaft von Hansi Flick zusammen.

Der wiederum warnte vor dem Duell mit den Engländern: „Jedes Spiel ist wichtig und es ist nicht einfach. Das ist die Champions League. Newcastle hat ein fantastisches Team. Wir haben es in den letzten Spielen gesehen, aber auch, als wir dort gespielt haben. Für mich muss man den Gegner immer respektieren.“

Champions League: „Brudermörderduell“ im Viertelfinale

Der deutsche Übungsleiter spielt dabei auf das Aufeinandertreffen am ersten Spieltag der Ligaphase an, als die Katalanen bereits im St. James‘ Park zu Gast waren und beim 2:1-Sieg knapp die Oberhand behielten.

In einem möglichen Viertelfinale könnte es anschließend zu einem spanischen Duell mit Ligarivale Atlético Madrid kommen, das zuvor auf Tottenham trifft. „Ein Brudermörderduell, das niemand mag, das aber für die Rot-Weißen schöne Erinnerungen weckt“, fasste die Marca das mögliche spanische Duell in der Königsklasse zusammen.

Hintergrund ist das letzte Aufeinandertreffen, als Atlético der Flick-Elf vor zwei Wochen beim 4:0-Sieg im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Pokals eine heftige Abreibung verpasste.