Anzeige

Politiker fordern Fans im DFB-Pokal

Politiker fordern Fans im DFB-Pokal

Der 1. FC Saarbrücken steht sensationell im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Leverkusen. Politiker aus dem Saarland fordern nun, Anhänger ins Stadion zu lassen.
Die Regionalliga pausiert weiterhin, doch Viertligist Saarbrücken hat noch das Pokalhalbfinale vor der Brust. Während bei den Profis der Ligaalltag zurückkehrt. Ist der Alltag beim 1. FC Saarbrücken noch weit weg.
. SPORT1
. SPORT1
von SPORT1

Sensationell ist Regionalligist 1. FC Saarbrücken ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Wegen der Corona-Pandemie musste der Viertligist zwischenzeitlich um seinen Traum vom Halbfinale bangen. Mittlerweile aber ist die Fortsetzung des Wettbewerbs angedacht, Saarbrücken trägt sein Halbfinale am 9. Juni gegen Bayer Leverkusen aus.

Seit der Corona-Pause bestimmen jedoch leere Stadien das Bild im Fußball, auf frenetische Unterstützung von den Rängen muss der Favoritenschreck für das Unternehmen Pokalfinale verzichten. 

Oder etwa doch nicht?

Saarländische Politiker haben nun angeregt, wenige Zuschauer für das Halbfinale im Ausweichstadion von Völklingen zuzulassen. Die Bundestagsabgeordneten Christian Petry (SPD) und Oliver Luksic (FDP) fordern eine Debatte darüber, ob ausgewählte Unterstützer des Regionalligisten unter strengen Auflagen live beim Pokal-Kracher dabei sein können. 

Der 1.FC Saarbrücken ist nach einem Elfmeter-Sieg über Fortuna Düsseldorf ins Halbfinale des DFB-Pokal eingezogen. Danach gibt es beim Viertligisten kein Halten mehr.
01:46
Pokalwahnsinn! So feiert Saarbrücken den Einzug ins Halbfinale

Gerade für die Heimmannschaft und ihre Fans sei eine Geisterkulisse traurig, sagte Luksic dem Saarländischen Rundfunk. Wenigstens einige treue Anhänger sollten unter Einhaltung strenger Abstands- und Hygieneregeln das historische Halbfinale ihres Klubs miterleben, meint der FDP-Politiker. Luksic regt beispielsweise eine Verlosung unter Dauerkartenbesitzern an, um zu ermitteln, wer letztlich in das Stadion gelassen werde. 

NRW-Vorsitzender der SPD fordert Fans im Stadion

SPD-Politiker Petry argumentiert, im Fußball als Freiluftsportart sei es möglich, unter Hygiene-Auflagen Zuschauer in das Stadion zu lassen. Unterstützung für seine Anregung erhält der 55-Jährige aus der eigenen Partei. Stefan Hamann, SPD-Vorsitzender aus Nordrhein-Westfalen, fordert ebenfalls, dass Spiele mit Fans wieder möglich sein sollten. 

Die Kultklubs der Regionalliga
Wacker Burghausen
1. FC Schweinfurt
Viktoria Aschaffenburg
+22
Das sind die Kultklubs der Regionalliga

Die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken bereitet sich seit dem 21. April auf den historischen Pokal-Auftritt vor. Die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest hat die Mannschaft um Trainer Lukas Kwasniok bereits sicher. Nach dem Regionalliga-Abbruch steht der ehemalige Bundesligist als Aufsteiger in die 3. Liga fest. 

Das bedeutet aber auch, dass die Sensationsmannschaft nach der Corona-Unterbrechung ohne Spielpraxis in das Pokal-Halbfinale gehen muss. Ein Spiel vor Geisterkulisse sind die Saarbrücker im Gegensatz zu ihrem Gegner ebenfalls nicht gewohnt. Vielleicht dringen die Politiker Petry und Luksic mit ihren Anliegen durch, um den Außenseitern wenigstens ein Stück weit die gewohnte Unterstützung von den Rängen mitzugeben.

Über die widrigen Vorzeichen zeigte sich Pokal-Held Daniel Batz im Gespräch mit SPORT1 gelassen. Zu der wahrscheinlichen Geister-Atmosphäre beim Spiel seines Lebens sagte Saarbrückens Torhüter: "Das kann immer noch unser Vorteil sein. Es ist halt dann nur ein halbes kleines Stadion. Ohne Zuschauer wird es ungewohnt sein. Aber das gilt für beide Mannschaften."