Anzeige
Home>Fußball>DFB-Team>

Hansi Flick über Mats Hummels: "Haben aktuell keinen Bedarf"

DFB-Team>

Hansi Flick über Mats Hummels: "Haben aktuell keinen Bedarf"

Anzeige
Anzeige

Flick über Hummels: „Aktuell keinen Bedarf“

Flick über Hummels: „Aktuell keinen Bedarf“

Bundestrainer Hansi Flick spricht über Mats Hummels, die Bundesliga und den deutschen Nachwuchs.
Sieben Spiele, sieben Siege: Der DFB-Neustart unter Hansi Flick ist hervorragend geglückt - aber wer sind die Gewinner und Verlierer seit dem Trainerwechsel?
Patrick Berger
Patrick Berger

Mit sieben Siegen aus sieben Spielen hat Hansi Flick sein Premieren-Jahr als Bundestrainer abgeschlossen.

Im großen Jahresabschluss-Gespräch mit mehreren Medien, darunter auch SPORT1, hat der 56 Jahre alte Erfolgscoach gemeinsam mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff ein Zwischenfazit gezogen, aber auch nach vorne geschaut. (Flick kritisiert Hummels: „Im Moment nicht dieses Niveau“)

Hansi Flick über:

…die Qualität der Bundesliga: „Die Bayern haben es top gemacht, nicht nur in der Bundesliga, sondern auch international. Sie sind ohne Punktverlust sehr souverän durch die Gruppenphase gekommen. Aber so wie in England, dass drei Vereine auf dem gleichen Niveau spielen, das haben wir in der Bundesliga leider nicht. Das ist auch ein Spiegelbild in der Champions League, die Engländer sind alle komplett in der nächsten Runde, von uns ist nur noch Bayern dabei. Das ist nicht schön für uns. Es geht darum, dass unsere Spieler sich mit den Besten messen. Dortmund hatte einige Probleme, auch personeller Natur, das muss berücksichtigt werden. Aber insgesamt können wir nicht zufrieden damit sein, dass nur Bayern in der nächsten Runde ist.“ (Der Spielplan der Deutschen Nationalmannschaft)

…Mats Hummels: „Ich werde hierzu keine Aussage tätigen, weil wir noch genug Zeit haben. Wir alle wissen, dass Mats enorme Qualität hat, wir wissen aber auch, dass er große Verletzungsprobleme hatte. Das braucht seine Zeit. Es dauert, bis er wieder bei 100 Prozent ist. Er kriegt die nötige Zeit von uns. Wir haben aktuell keinen Bedarf und keine großen Probleme auf der Innenverteidiger-Position und sind da sehr gut aufgestellt. Die Tür ist trotzdem für alle Spieler offen.“

…den Nachwuchs im deutschen Fußball: „Jeder Spieler ist hier bei uns willkommen. Die Atmosphäre in der Nationalmannschaft gefällt mir sehr gut. Es ist ein familiärer Charakter, aber trotzdem ist jeder ehrgeizig und will gewinnen. Wir haben 30 bis 35 Spieler, die im engen Fokus sind. Wir sind viel unterwegs und haben die Augen und Ohren immer auf, um den nächsten Nationalspieler zu sehen. Es gibt einige Junge, die in der U21 spielen, die wir auch schon auf dem Zettel haben. Wir haben 2024 im Blick, davor steht aber die WM in Katar an. Wir wollen den Spielern so schnell wie möglich unsere Spielidee näherbringen. Das ist unsere Aufgabe für die nächsten zehn, elf Monate. Sie müssen sich auch außerhalb der Maßnahmen mit der Nationalmannschaft beschäftigen. Unser Credo heißt: Nationalspieler bist du immer!“

Hansi Flick über seinen Start als Bundestrainer

…den Start in seine Bundestrainer-Karriere: „Mit den Ergebnissens bin ich sehr zufrieden. Wir haben eine andere Präsenz und Intensität. Die Mannschaft spielt mit viel Selbstvertrauen und erzielt viele Tore. Natürlich musste man das von den Gegnern auch erwarten. Wir können und werden uns verbessern. Wir sind auf einem guten Weg.“ (Alle News zum DFB-Team)

…die Entwicklung einzelner Spieler: „Ich spreche eigentlich ungern über einzelne Spieler und habe eher den Teamgedanken. Leroy Sané hat aber einen großen Sprung gemacht. Nicht nur bei uns, sondern auch bei den Bayern spielt er auf einem sehr hohen Niveau. Das freut mich sehr. Mich haben einige Spieler überrascht, zum Beispiel Thilo Kehrer. Aber auch junge Spieler wie Florian Wirtz oder Karim Adeyemi gefallen mir. Sie haben unglaublich viel Qualität. Mit Nico Schlotterbeck und David Raum sind neue Gesichter dabei, die gezeigt haben, dass sie ihre Leistungen bringen können.“

Hansi Flick hat sich mit der Nationalmannschaft souverän für die WM qualifiziert. Verschiedene Spieler konnten unter dem neuen Trainer überzeugen, andere eher weniger. Wer muss noch zittern?
06:41
Überraschung im WM-Kader? "Gündogan wird zittern müssen"

…seine Forderungen bei der Suche nach dem WM-Quartier in Katar: „Ich war zweimal da mit den Bayern und kenne zwei Hotels vor Ort. Für uns ist wichtig, dass es kurze Wege zum Trainingsplatz gibt. Ich kann darüber hinaus versprechen, dass wir gut vorbereitet sein werden, nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Die sportpolitischen Themen sind nicht nur den Fans, das hat man auf der Jahreshauptversammlung vom FC Bayern gesehen, sondern auch uns und den Spielern wichtig. Deshalb setzen wir uns damit eng auseinander.“

…anstehende Testspielgegner: „Ende Januar ist eine Pause, das haben wir bewusst so gemacht. Der Fokus liegt absolut auf März, Juni und September. Die Zeit davor gehört den Vereinen. Wir warten jetzt die Auslosung der Nations League ab. Mit England und Spanien gibt es zwei mögliche Testspiel-Gegner, die im Raum stehen. Den zweiten Gegner hätte ich gerne aus einem anderen Kontinent.“

Bierhoff: „Die Mannschaft hat wieder Selbstvertrauen“

Oliver Bierhoff über:

…die Suche nach dem WM-Quartier in Katar: „Wir reisen nächste Woche nach Katar. Hansi wird von Marcus Sorg und Danny Röhl begleitet, auch Benedikt Höwedes und Thomas Beheshti kommen mit. Wir werden uns die Halbfinal-Spiele vor Ort beim Arab Cup anschauen und mit den Leuten vor Ort in den Dialog gehen. Wir werden uns drei, vier Quartiere anschauen. Der Dialog ist uns wichtig. Wir wollen uns ein klares Bild machen, mit Human Rights Watch und Amnesty International haben wir Kontakt aufgenommen. Natürlich ist das ein Thema. Ein Boykott kommt nicht infrage. Wir wollen dem Turnier eine Chance geben, aber auch nicht blind reinlaufen. Hansi legt viel Wert auf Atmosphäre und hat immer ein gutes Gespür, auch damals beim Campo Bahia. Am 1. April haben wir die WM-Auslosung. Erst dann wissen wir, wie die Tage aussehen werden bei der WM. Danach suchen wir unsere Test-Gegner aus.

Hansi Flick hat seit seiner Übernahmen von Jogi Löw alle Spiele der WM-Quali mit der deutschen Nationalmannschaft gewinnen Können. Gündogan, Tah und Bierhoff sprechen über die Gründe.
01:45
So fällt Gündogans Flick-Fazit aus

…Unterschiede zwischen Flick und Löw: „Hansi hat das Trainerteam erweitert, während es bei Jogi eher kleiner war. Hansi gibt klar die Richtung vor, bindet aber jeden eng ein in die Arbeit. Er ist im Ausland auch bei Spielen, trifft sich danach mit Trainern, Managern und Spielern. Das wird auch in der Liga sehr positiv wahrgenommen. Zudem hat sich die Ansprache an die Mannschaft verändert.“

...die Aufbruchstimmung im DFB-Team: „Die Mannschaft hat wieder Selbstvertrauen und glaubt an sich, was sicher ein Verdienst von Hansi und seinem Team ist. Das müssen wir im kommenden Jahr mit Ergebnissen bestätigt. Die Wahrnehmung bei den Fans und den Menschen. Ich frage auf Taxifahrten immer den Fahrer, wie er die Stimmung sieht. Da ist oft eine Freude zu erkennen. Die Aufbruchstimmung ist spürbar.“