Wer steht bei der Weltmeisterschaft 2026 im Tor des DFB-Teams? Auch nach der unmissverständlichen Ansage von Manuel Neuer, der offenbar nicht zur Nationalmannschaft zurückzukehren will, sorgt dieses Thema für große Diskussionen.
Magath über Neuer-Rückkehr: „Ich will den anderen nicht zu nahe treten“
Neuer-Comeback? „Wäre sehr gut“
Im Interview mit der Münchner Abendzeitung erklärte nun auch Felix Magath aus seiner Sicht die beste Lösung. „Da gibt es für mich keine Zweifel. Ich will den anderen Torhütern nicht zu nahe treten, aber Manuel Neuer ist außergewöhnlich. Das habe ich zu meiner Zeit auf Schalke selbst erlebt“, meinte der aktuelle Sportvorstand von Viktoria Aschaffenburg.
Anschließend führte er aus: „Er war dynamisch, schnell und sprungkräftig. Als ich Ausdauerläufe machen ließ, war er der Einzige, der vorne weggelaufen ist. Genauso außergewöhnlich ist sein Spielverständnis.“ Zwar mache auch Neuer „manchmal einen Fehler, aber er ist immer im Bilde und findet sehr schnell die richtige Lösung. Da unterscheidet er sich von den anderen Kandidaten.“
Neuer? „Er muss schauen, in welchem Zustand er ist“
Eine Rückkehr von Neuer wäre demnach für das DFB-Team „sehr gut“, dennoch erkannte auch Magath an: „Es kann am Ende nur er selbst entscheiden. Er muss schauen, in welchem Zustand er ist und ob er sich in der Lage fühlt, bei so einem großen Turnier anzutreten.“
Die gleiche Frage müsse sich der Weltmeister von 2014 auch bezüglich seiner Zukunft beim FC Bayern München stellen. Der Vertrag des 39-Jährigen läuft am Ende der Saison aus, allerdings war sich Magath sicher: „Wenn er sich körperlich in der Lage fühlt, wird er noch ein Jahr machen.“
Auch für den FC Bayern und Youngster Jonas Urbig, der den vorerst mit einem Muskelfaserriss in der linken Wade ausfallenden Neuer vertreten wird, „wäre es sinnvoll, wenn die beiden nochmal eine Saison zusammen machen würden. So kann Urbig von ihm noch weiter lernen.“
Karl mit zur WM? „Das ist der Zeitgeist“
Neben Neuer rückte jedoch auch ein weiterer Bayern-Star in den Fokus der Nationalmannschaft. Dass der erst 17 Jahre alte Lennart Karl bereits nach seiner ersten Profisaison zur WM fahren könnte, verwunderte Magath allerdings nicht.
„Das ist der Zeitgeist. Wenn heute jemand in jungem Alter in der Bundesliga auftritt, wird er sofort gehypt. Damit wird auf alle Beteiligten Druck aufgebaut“, sagte der ehemalige Bayern-Trainer und merkte an: „Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch ein Spieler wie Karl eine Formdelle bekommt. Und in so einer Situation braucht der Spieler dann auch Hilfe vom Verein.“