Deutschland braucht einen neuen Nationalkeeper. Nach dem neuerlichen Rücktritt von Manuel Neuer ist der Platz zwischen den Pfosten schließlich wieder frei. Kandidaten gibt es reichlich – erfahrene wie junge: Marc-André ter Stegen, Oliver Baumann, Alexander Nübel, Noah Atubolu und eben auch Jonas Urbig.
Bringt dieser Gedanke Jonas Urbig ins DFB-Tor?
Führt diese Idee Urbig ins DFB-Tor?
Letzterer gilt bei den Bayern ohnehin als Kronprinz Neuers. Warum also nicht irgendwann auch in der Nationalmannschaft? „Auf der Torwartposition brauchst du jemanden, der permanent spielt“, erklärte Thomas Helmer jüngst in „45 – Die Fußball-Halbzeit auf SPORT1“. Der Europameister von 1996 sprach sich damit klar gegen eine schnelle Beförderung Urbigs zur deutschen Nummer 1 aus.
Welche Rolle spielt Urbig in den Planungen von Klopp?
Fakt ist: Der Ersatzkeeper der Bayern dürfte in dieser Saison deutlich häufiger zum Einsatz kommen als noch in der vergangenen Saison. Urbig macht sich auf den Weg, ein echter Spitzenkeeper zu werden. Und aus dem Kreis der genannten Kandidaten ist er derjenige, der bei einem europäischen Top-Klub unter Vertrag steht. Doch reicht das schon für das DFB-Tor?
Für SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger gäbe es eigentlich nur ein Szenario, das Urbig schon jetzt ernsthaft ins Rennen bringen könnte. „Er käme dann infrage, wenn Bundestrainer Jürgen Klopp die Marschroute ausgeben würde, dass man vorausschauend die Nummer 1 für die EM 2028 sucht und jetzt schon aufbaut“, sagt Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.
Urbig berichtet von Gespräch mit Klopp
Es wäre ein ausgesprochen langfristiger Plan – und einer mit einigen Unbekannten. Klopp müsste darauf setzen, dass Neuer tatsächlich im Sommer 2027 seine Karriere beendet und dass Urbig anschließend zumindest eine komplette Saison als Stammtorwart des FC Bayern absolvieren kann. Ob dieses Szenario eintritt, ist derzeit völlig offen.
Denn wie für Helmer bleibt auch für Kumberger die Spielpraxis im Klub das entscheidende Argument. „Schwer vorstellbar, dass eine ‚Vereins-Nummer-2‘ in der deutschen Nationalmannschaft dann die Nummer 1 ist. Das halte ich für gewagt“, erklärt er.
Urbig selbst berichtete am Mittwochabend bei SPORT1 immerhin, dass es bereits „gute Gespräche“ mit Klopp gegeben habe. Mehr wollte er dazu nicht verraten. Am 17. September veröffentlicht Klopp seine erste Nominierung als Bundestrainer. Dann dürfte es zumindest einen ersten Hinweis darauf geben, welche Rolle Urbig in Klopps Überlegungen spielt.
Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.
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