Klopps zentrales Problem: Passen Kimmich und Nmecha zusammen?

Kimmich reagiert auf Schweinsteiger
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Kimmich reagiert auf Schweinsteiger

Gerade gegen Griechenland können Joshua Kimmich und Felix Nmecha nicht überzeugen. Für Jürgen Klopps Planungen auf den wichtigen Sechserpositionen ist das keine gute Nachricht.

Joshua Kimmich und Felix Nmecha sind wie geplant von der Nationalmannschaft abgereist – doch der fade Beigeschmack ihrer Leistungen gegen Griechenland ist geblieben. Nach der Niederlage in Augsburg stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage: Kann das überhaupt passen?

Denn im Zentrum muss Jürgen Klopp eine der wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft treffen. Während der Weltmeisterschaft bestand die deutsche Doppel-Sechs aus Nmecha und Aleksandar Pavlovic. Nun soll Kimmich dauerhaft ins Mittelfeld zurückkehren. Damit muss auch die Hierarchie auf einer der zentralen Positionen im deutschen Spiel neu geordnet werden.

Felix Nmecha (l.) und Joshua Kimmich konnten gegen Griechenland nicht überzeugen
Felix Nmecha (l.) und Joshua Kimmich konnten gegen Griechenland nicht überzeugenFelix Nmecha (l.) und Joshua Kimmich konnten gegen Griechenland nicht überzeugen© IMAGO/Sven Simon

Es ist eines der wichtigsten Probleme, das Klopp in den kommenden Monaten lösen muss. Richtig angehen kann er diese Frage allerdings erst wieder im November. In der aktuellen Länderspielperiode arbeitet der Bundestrainer mit einem fast komplett anderen Kader.

Bremst Nmecha seine Mitspieler aus?

Umso interessanter wird der Blick auf Pavlovic. Der Bayern-Profi gilt weiterhin als einer der großen Hoffnungsträger im DFB-Team, auch wenn seine durchwachsenen Leistungen bei der WM nicht vergessen sind. Schadete es ihm damals womöglich, dass er nicht neben seinem Münchner Kollegen Kimmich agieren durfte, sondern neben Nmecha?

Nicht wenige Beobachter rund um die Säbener Straße wollen genau das festgestellt haben. Nmecha soll Pavlovic nicht unbedingt geholfen haben – eine interessante Lesart, die allerdings auch einer gewissen Loyalität zum Münchner Eigengewächs geschuldet sein dürfte. Ganz von der Hand zu weisen ist die Frage dennoch nicht.

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Denn es war Nmecha, der sich am Sonntag beim Gegentreffer gegen Griechenland ganz schlecht präsentierte und auch deshalb die SPORT1-Note 5 kassierte. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ging mit dem BVB-Profi ebenfalls hart ins Gericht: „Sein Zweikampfverhalten vor dem 0:1 war kreisligareif“, schrieb er in seiner Sky-Kolumne.

Der 25-Jährige gilt weiterhin als schwankend in seinen Leistungen und gerade in der Defensivarbeit als nicht immer stabil. Dabei bringt er eigentlich viele – im DFB-Team einzigartige – Voraussetzungen mit, um im deutschen Mittelfeld eine wichtige Rolle einzunehmen.

Kimmich konnte ebenfalls nicht überzeugen

Auch Kimmich konnte gegen die Griechen allerdings nicht überzeugen. „Wir dürfen nicht vergessen, wie gut die Woche war. Wie gut wir gemeinsam gearbeitet haben, wie gut es funktioniert hat und wie gut wir auch Dinge schon umgesetzt haben in der kurzen Zeit“, erklärte der Kapitän nach der Niederlage auf Nachfrage von SPORT1.

Das mag aus der internen Perspektive stimmen. Auf dem Platz war von diesen Fortschritten gegen Griechenland allerdings nur wenig zu erkennen. Und genau daran wird sich Klopps Mannschaft irgendwann messen lassen müssen. Denn am Ende geht es nicht darum, wie gut die Abläufe im Training funktionieren, sondern ob sie auch unter Wettkampfbedingungen tragen.

Pavlovic kann sich für die Rolle neben Kimmich empfehlen

Für Pavlovic könnten die kommenden Spiele deshalb besonders wichtig werden. In München gegen Serbien und anschließend im Kessel von Thessaloniki gegen Griechenland kann er sich wieder für eine größere Rolle empfehlen. Dass er mit Kimmich harmoniert, haben zahlreiche gemeinsame Auftritte beim FC Bayern gezeigt.

Und bei aller Kritik an seinem Auftritt gegen Griechenland dürfte eines kaum zur Debatte stehen: Kimmich soll zu jener Achse gehören, auf der Klopp seine Mannschaft für die Zukunft aufbaut. Die eigentliche Frage lautet deshalb wohl nicht, ob Kimmich überhaupt spielt, sondern: Wer spielt neben ihm?

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