Neuendorf: Antisemitismus „auf erschreckendem Niveau“

von SID
Hier bestätigt der DFB-Präsident Klopp als Bundestrainer
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Hier bestätigt der DFB-Präsident Klopp als Bundestrainer

Im Rahmen eines Treffens mit Charlotte Knobloch bezieht DFB-Präsident Bernd Neuendorf klar Stellung gegen antisemitische Vorfälle in Sport und Gesellschaft.

Bernd Neuendorf hat mit deutlichen Worten seine Sorge über die Lebenssituation von jüdischen Menschen in Deutschland geäußert. „Antisemitische Anfeindungen, Bedrohungen und Angriffe bewegen sich auf einem erschreckenden Niveau. Viele jüdische Menschen erleben Antisemitismus in ihrem Alltag, im öffentlichen Raum und in den sozialen Medien“, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Rande eines Treffens mit Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Immer mehr jüdische Menschen fühlten sich laut Neuendorf in Deutschland „nicht mehr sicher und nicht mehr wohl. Das dürfen wir niemals als Normalität akzeptieren“, forderte das DFB-Oberhaupt, das neben Politik, Behörden und Justiz auch seine Sportart in die Pflicht nahm: „Der Fußball erreicht Millionen Menschen. Daraus erwächst Verantwortung. Auf unseren Plätzen und in unseren Stadien, in unseren Vereinen und Verbänden darf kein Platz für antisemitische Hetze und Menschenfeindlichkeit sein.“

Klare Worte von DFB-Präsident Bernd Neuendorf
Klare Worte von DFB-Präsident Bernd NeuendorfKlare Worte von DFB-Präsident Bernd Neuendorf© picture alliance/Fußball-News Saarland/SID/Sebastian Bach

Neuendorf traf sich mit Knobloch in München

In der Israelitischen Kultusgemeinde München traf sich Neuendorf mit Knobloch am Freitag zum Austausch, nachdem die 93-Jährige am Vorabend auf Einladung des Verbandes das deutsche Nations-League-Spiels gegen Serbien (2:0) besucht hatte.

Ihr Herz schlage für den Fußball, erklärte Knobloch und gratulierte der Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klopp zum Sieg: „Ich bewundere die Leidenschaft, den Ehrgeiz und die Fairness, die eine starke Mannschaft ausmachen. Das hat man gestern gesehen.“ Zudem dankte sie dem DFB und dessen Präsidenten „für das Engagement des deutschen Fußballs gegen Antisemitismus und Hass“.

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