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Frauen-EM 2022: Englands Presse feiert EM-Titel gegen Deutschland: "Die Titaninnen des Frauenfußballs besiegt"

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Frauen-EM 2022: Englands Presse feiert EM-Titel gegen Deutschland: "Die Titaninnen des Frauenfußballs besiegt"

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„Schlag auf Deutschlands Genick“

„Schlag auf Deutschlands Genick“

Nach dem dramatischen EM-Titel im Finale gegen Deutschland feiert Englands Presse den Titel. Für die DFB-Frauen gibt es Mitleid. Die internationalen Pressestimmen.
Nach einem starken Turnierverlauf krönte sich England zum ersten Mal überhaupt zum Frauen-Europameister. Nach der Partie zeigten sich die Engländerinnen besonders in Feierlaune.
. SPORT1
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von SPORT1

Pure Ekstase und bittere Tränen im Wembley Stadion!

Im Finale der Europameisterschaft setzte sich England in der Verlängerung gegen die deutsche Frauen-Nationalmannschaft durch und sicherte sich damit zum ersten Mal überhaupt den kontinentalen Titel.

Chloe Kelly avancierte nach einem Eckball in der 110. Minute zur Matchwinnerin. Die Stürmerin von Manchester City stocherte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem Kathrin Hendrich nicht entscheidend klären konnte. (BERICHT: Bitteres Ende für deutsche EM-Heldin)

Während es in den englischen Medien nach dem Triumph der Lionesses kein Halten mehr gab, leiden Spaniens Zeitungen mit Deutschland. Die Niederlande feiern Englands Trainerin Sarina Wiegmann. (Alle News zur Frauen-EM 2022)

SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zusammen:

ENGLAND

BBC: „England singt schon seit Ewigkeiten das Lied von der Heimkehr des Fußballs - aber nach den Jahren des Elends kam er endlich durch die Tür in die willkommenen Arme eines jubelnden Wembley, als die Löwinnen zum Europameister gekrönt wurden.“

Mirror: „Er wird als einer der ikonischsten Momente in die Geschichte des englischen Fußballs eingehen. Chloe Kellys Jubel aus purer Freude, als sie sich vor einem begeisterten, fast ungläubigen Publikum im Wembley-Stadion das Trikot vom Leib riss. Englands erste Trophäe seit 1966, der Tag, an dem die Lionesses das schafften, was den Männern vor einem Jahr nicht gelang, als die Heldinnen von Sarina Wiegman das Gesicht des Frauenfußballs für immer veränderten.“

The Times: „Diese Mannschaft hatte nicht nur alle Widrigkeiten überwunden, um die beste in Europa zu werden, sondern auch ihren eigenen Verband. Der behauptete 1921, Fußball sei ‚für Frauen völlig ungeeignet‘ und den Sport damit bis 1971 verbot. Ist eine Aussage jemals so schlecht gealtert?“

Daily Express: „Chloe Kellys Siegtreffer in der Nachspielzeit bescherte England einen denkwürdigen Sieg gegen Deutschland und damit den Gewinn der Europameisterschaft 2022 vor einer rekordverdächtigen Zuschauerkulisse in Wembley.“

Daily Star: „Endlich ist es geschafft - und als Wembley einen historischen Moment in der Geschichte des britischen Sports erlebte, fühlte es sich an wie eine Art Fußball-Nirwana. Man konnte fast spüren, wie die Luft aus dem Stadion strömte, als der Schlusspfiff eines epischen Wettbewerbs ertönte und die meisten der 87.192 Fans sich von all den herzzerreißenden Niederlagen verabschiedeten, die sowohl die Männer- als auch die Frauenmannschaft in den vergangenen Jahren erlitten hatten.“

The Telegraph: „Die Löwinnen besiegeln mit einem historischen Sieg 56 Jahre voller Schmerzen. Der tiefste Schmerz der englischen Sportpsyche ist beseitigt. Deutschland, der achtmalige Champion, sah über weite Strecken des Turniers wohl besser aus, aber die Gastgeberinnen ritten ihr Glück.“

The Sun: „Sie haben den männlichen Stars gezeigt, wie es geht, als der Fußball gestern - 56 Jahre nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1966 - mit einem 2:1-Sieg in der Verlängerung über den alten Rivalen Deutschland im ausverkauften Wembley-Stadion endlich nach Hause kam.“

Nach der 1:2-Pleite im EM-Finale gibt Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ein emotionales Statement ab. Sie sei Stolz auf die Mannschaft, übt aber auch Kritik an der Schiedsrichterin.
04:28
Martina Voss-Tecklenburg übt nach EM-Finalpleite Kritik an Schiedsrichterin

The Guardian: „Ekstase. Rekorde purzelten, Emotionen tobten und Herzen zersprangen, als England dank des ersten Länderspieltores von Chloe Kelly den achtmaligen Europameister Deutschland besiegte und sich damit die erste große Trophäe für die Löwinnen sicherte - und die erste für England seit 1966.“

Daily Mail: „Es war kein Traum...wir HABEN Deutschland in einem Finale besiegt! Für die Nation, die das Spiel erfunden hat, ist das Endspiel der Frauen-EM der größte sportliche Triumph im Leben der meisten, die das Glück hatten, dabei zu sein. Das war wirklich inspirierend – und zwar für alle Altersgruppen und beide Geschlechter. Die Löwinnen haben die Titaninnen des Frauenfußballs besiegt.“

SPANIEN

Marca: „Deutschland war in der Verlängerung die bessere Mannschaft, das Tor von Kelly war ein Schlag auf Deutschlands Genick.“

AS: „England hat eine neue Königin. Chloe Kelly entscheidet das beste Frauen-EM-Finale aller Zeiten. Die Frauenfußball-Party hatte das glücklichere Ende für den Gastgeber. Wenn Deutschland gewonnen hätte, hätte sich auch keiner beschweren können.“

Sport: „Schon wieder Wembley. Schon wieder eine Verlängerung. Die Tränen waren allerdings in diesem Fall süß. England holt zum ersten Mal den EM-Titel in einem Spiel, bei dem es hin- und herging. Es stimmt, jetzt ja, der Fußball „it‘s coming home“.

El Mundo Deportivo: „Deutschland zeigte Charakter und Mentalität, doch diesmal fehlte auch ein Quäntchen Glück.“

NIEDERLANDE

NRC: „Die Fußball-EM war schön, aber es gibt noch einen langen Weg zurückzulegen. Das ändert nichts daran, dass das Turnier auf englischem Boden in sportlicher, kommerzieller und werbewirksamer Hinsicht ein Erfolg war. Diese Sportart wird sich in Europa in einem hohen Tempo weiterentwickeln, vielen geht es noch nicht schnell genug.“

Trouw: „Mit dem Sieg im EM-Finale macht sich Sarina Wiegman in England unsterblich.“

De Volkskrant: „Sarina Wiegman macht es: Auch mit England wird sie Europameisterin. Für nichts Geringeres wurde sie angestellt. Ihr Transfer von den Niederlanden nach England spiegelt die veränderten Machtverhältnisse im Frauenfußball wider.“

Alles zur Frauen-EM 2022 auf SPORT1: