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Frauen-EM 2022: Hype durch Frauen-EM? Fünf Vorschläge für den Frauenfußball

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Frauen-EM 2022: Hype durch Frauen-EM? Fünf Vorschläge für den Frauenfußball

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Das muss nach EM-Hype passieren

Das muss nach EM-Hype passieren

Deutschland hat bei der Frauen-EM viele Herzen gewonnen. Jetzt gilt es, diesen Hype für die Zukunft zu nutzen, kommentiert SPORT1-Chefredakteur Pit Gottschalk.
Traum zerplatzt! Die deutsche Frauennationalmannschaft unterliegt den Engländerinnen im Finale der Europameisterschaft mit 1:2 nach Verlängerung.

Die deutschen Fußballfrauen haben ein Spiel verloren, aber Millionen von Herzen gewonnen. (BERICHT: Drama! Deutschland verpasst EM-Titel)

Wenn sie es richtig anstellen (und hier ist mehr der DFB gefragt als seine Spielerinnen), kann aus dem zweiten EM-Platz viel Gutes für den Frauen- und Mädchenfußball in Deutschland erwachsen. (NEWS: Alles Wichtige zur Frauen-EM 2022)

Hier sind fünf konkrete Vorschläge:

  • Besteht darauf, dass ein Topspiel der Frauen-Bundesliga jede Woche live im Free-TV gezeigt wird. Nicht irgendwann und womöglich in Konkurrenz zum Männerfußball, sondern am Montagabend: Die Erst- bis Drittligisten aus der Männerwelt haben diesen Sendeplatz ohne Not und Verstand freigeräumt. Das ist jetzt eine riesige Chance.
  • Free-TV heißt tatsächlich: frei empfangbar und nicht versteckt hinter Bezahlschranken oder technischem Schnickschnack. Eine breite Öffentlichkeit ist die beste Promo. Und zur Kulisse gehören Stadien, die was hermachen, und keine Dorfsportplätze. Trommelt gerne in Männerrunden wie beim Doppelpass: Die brauchen das.
  • Startet die Debatte, dass DFL-Klubs ihre Lizenz nur bekommen, wenn sie Frauenteams profitauglich aufbauen, unterhalten und bezahlen. Vor allem: in der Außendarstellung so behandeln, wie man Frauen und Männer in Deutschland behandeln sollte - gleichberechtigt. Auf der Website, am Trainingsgelände, in der Ansprache.
  • Stoppt die Feministinnen, die euch ständig unter Schutz stellen wollen. Wer das Geschlecht in den Mittelpunkt rückt und nicht die sportliche Leistung, begeht Diskriminierung. Zur Lebenswirklichkeit von Fußballprofis gehört die Spielnote „mangelhaft“ wie ein Wortgefecht mit einem Journalisten über dessen Urteilsvermögen.
  • Nehmt Einzelhändler, Unternehmen und betuchte Mitmenschen beim Wort, dass Lob das eine ist, aber 500 Euro zur Finanzierung eines Trikotsatzes für das ortsansässige Mädchenteam das andere. Nur wenn Mädchen früh zum Fußballspielen ermuntert werden, und dazu gehören Trikots, steigt mit der Zahl der Talente das Spielniveau.

Das sind nur Vorschläge, die mir spontan einfallen; es gibt sicherlich eine ganze Menge mehr.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat schon recht: Konkret müssen die Maßnahmen sein. Und wenn Vorschläge massenhaft auf dem Tisch liegen: Lieber DFB, macht was draus! Ab heute!

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Alles zur Frauen-EM 2022 auf SPORT1: