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Sex-Party-Verhaftung: Schiri pfeift WM-Quali

Sex-Party-Verhaftung: Schiri pfeift WM-Quali

Ein zwielichtiger Vorfall kostet Slavko Vincic beinahe seine glanzvolle Schiedsrichter-Karriere. Es geht um eine Verhaftung im Zuge einer Sex-Party.
Slavko Vincic ist in der WM-Qualifikation bei der Partie Schweiz gegen Nordirland im Einsatz
Slavko Vincic ist in der WM-Qualifikation bei der Partie Schweiz gegen Nordirland im Einsatz
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
09.10.2021 | 21:01 Uhr

Es gibt Vorfälle, die kehren immer wieder zurück an die Oberfläche, das weiß auch Slavko Vincic.

Und obwohl der Slowene international als Top-Schiedsrichter gilt, wird ihn auch beim heutigen Spiel zwischen der Schweiz und Nordirland (ab 20.45 Uhr im Liveticker) einmal mehr die Vergangenheit einholen.

Warum? Vor knapp eineinhalb Jahren hätte ein zwielichtiges Kapitel seines Lebens Vincic fast die Karriere gekostet. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM-Qualifikation)

Es war im Mai 2020, als der heute 41-Jährige während einer so genannten Sex- und Drogenparty in Bosnien verhaftet wurde.

Hintergrund dessen: Party-Gastgeberin und Instagram-Model Tijana Maksimovic war im Zuge einer Observierung eines Waffen-, Drogen- und Prostitutionsrings ins Fadenkreuz der Ermittler geraten - und Vincic mittendrin. (NEWS: Alles Wichtige zur WM-Qualifikation)

Der Referee sprach zwar von einem Missverständnis und bestand zwar darauf, unschuldig zu sein - seine Festnahme mit 34 weiteren Personen bedurfte indes erst einmal einer gründlichen Aufarbeitung, ehe Vincics „Alptraum“, wie er in slowenischen Medien zitiert wurde, doch noch ein Happy End fand.

Schiedsrichter Vincic nach Sex-Party verhaftet

„Nach einem Treffen mit einigen Geschäftspartnern gab es eine Einladung zu einer Party auf einer Ranch, der sind wir dann auch gefolgt. Was sich als großer Fehler herausstellte. Ich bedauere das sehr“, sagte Vincic in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Vecer.

Er habe mit seinen „Geschäftspartnern an einem Tisch“ gesessen. „Plötzlich stürmte die Polizei hinein. Wir hatten nichts mit den anderen Personen zu tun, die festgenommen wurden. Wir wurden dann ebenfalls festgenommen und zur Polizeiwache gebracht.“

Später sei dann indes klargeworden, „dass wir die anderen Männer nicht einmal kannten“, und so wurde Vincic wieder auf freien Fuß gesetzt.

Auch Vlado Sajn, Chef des slowenischen Schiedsrichterverbands, verteidigte seinen ins Zwielicht geratenen Referee: „Es ist ein Zufall, dass Vincic dort war. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort.“ (DATEN: Tabellen der WM-Qualifikation)

Ein Ort, der es in sich hatte: Nach damaligen Angaben der bosnische Polizei waren bei der Durchsuchung des Hauses und den von den Verdächtigen benutzten Fahrzeuge 14 Päckchen Kokain, zehn Pistolen, drei Schutzwesten, über 10′000 Euro in verschiedenen Währungen, Telefone und Laptops gefunden und beschlagnahmt worden.

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Instagram-Model Maksimovic auf der Flucht

Damit nicht genug: Instagram-Model Maksimovic flüchteten beim Zugriff der Beamten, wurde mit drei weiteren Frauen erst dingfest gemacht beim Versuch, in einem Boot die kroatische Grenze zu überqueren.

Vincic hingegen wurde rehabilitiert. Auch seiner Schiedsrichter-Karriere tat das Schreck-Erlebnis keinen Abbruch, wie auch seine Nominierung für die zurückliegende EM dokumentierte, bei der er auch das Viertelfinale des späteren Europameisters Italien gegen Belgien (2:1) pfiff.

Nur manchmal, da wird der Vorfall von einst eben doch wieder an die Oberfläche gespült.

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