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WM 2022: Mund-Zu-Protest - Niederlande will DFB-Team nicht nacheifern

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WM 2022: Mund-Zu-Protest - Niederlande will DFB-Team nicht nacheifern

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Van Gaal stichelt gegen DFB-Team

Van Gaal stichelt gegen DFB-Team

Die niederländische Nationalmannschaft will dem deutschen Team nach ihrer „Mund-zu-Geste“ nicht mit einem Statement bei der Fußball-WM nacheifern.
Die FIFA hatte es untersagt, die "One-Love" Binde zu tragen. Trotzdem protestiert die DFB-Elf auf ihre Art und Weise gegen Diskriminierung.
SID
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von SID

Nachdem die deutsche Nationalmannschaft mit ihrer Mund-zu-Geste ein politisches Statement gesetzt hat, schließt die niederländische Nationalelf eine ähnliche Geste aus.

„Nein, wir haben den politischen Themen einen kompletten Stopp gesetzt“, sagte Bondscoach Louis van Gaal vor der Partie gegen Ecuador: „Wir wollen nicht das Risiko eingehen, bestraft zu werden von der FIFA. Wir sind hier, um Weltmeister zu werden.“ (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Er selbst werde es halten wie bisher und sich auch weiterhin nicht zu solchen Themen äußern, führte der 71-Jährige aus. Die Niederlande gehörte zu den Teams, die in Katar eigentlich die „One Love“-Binde tragen wollten, ehe der Weltverband FIFA mit Sanktionen drohte. Für die Mannschaften sei das Turnier „exzellent organisiert“, so van Gaal. In dieser Hinsicht gebe es ohnehin keinen Grund für „Kritik“. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

Sportlich gab der ehemalige Bayern-Trainer für eine Rückkehr von Memphis Depay in die Startelf für Freitag (17.00 Uhr LIVETICKER) ein Update. Im ersten Spiel war der Top-Angreifer nach längerer Verletzungspause in der 62. Minute eingewechselt worden. „Er hat gegen den Senegal 30 Minuten gespielt und hat das gut verkraftet. Jetzt kommt der nächste Schritt mit 45 Minuten Spielzeit“, sagte van Gaal. (DATEN: WM-Spielplan 2022)

Generell schätze er Ecuador „noch stärker“ ein als Auftaktgegner Senegal (2:0), betonte van Gaal. Es sei deshalb nötig, „das eigene Spiel zu verbessern“.

Dabei stichelt er gegen die deutsche Nationalmannschaft. „Der Fakt, dass Argentinien und Deutschland verloren haben, sagt etwas aus. Es ist einfacher zu verteidigen, als zu treffen. Deutschland hat viel angegriffen in der ersten Halbzeit, aber nicht getroffen. Das hat viel mit Disziplin zu tun“, sagt der 71-Jährige. „Ich nehme mir heraus zu sagen: Mein Team ist 90 Minuten diszipliniert. Das macht diese Gruppe aus.“

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