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WM 2022: Großes DFB-Beben? So denkt Flick wirklich über seine Zukunft

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WM 2022: Großes DFB-Beben? So denkt Flick wirklich über seine Zukunft

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Wirft Flick heute hin?

Räumt nach Oliver Bierhoff auch Hansi Flick seinen Posten? Dieses Szenario ist nicht völlig auszuschließen – obwohl der Bundestrainer weitermachen will.
Oliver Bierhoff tritt als Sportdirektor des DFB zurück. Hansi Flick hat aus Sicht von Michael Ballack noch nicht das Standing beim DFB, dennoch sollte Flick in die Entscheidung involviert werden.
khau
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von Kerry Hau, Patrick Berger

Kommt es jetzt zum ganz großen DFB-Beben?

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Am Mittwoch steigt in Frankfurt am Main der Krisengipfel der DFB-Bosse Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke mit Hansi Flick. Auf der Agenda: die Aufarbeitung der WM-Schmach von Katar und die Zukunft des Bundestrainers. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Nach SPORT1-Informationen will er weitermachen und die Mannschaft bei der Heim-EM 2024 coachen. Für den 57-Jährigen ist das Turnier im eigenen Land ein Herzensprojekt, für das er weiterhin brennt.

Flick von Bierhoff-Aus enttäuscht

Nichts anderes hat er auch seinen Spielern nach dem letzten WM-Spiel gegen Costa Rica vermittelt. „Wir kommen stärker aus der Sache raus“, soll Flick zum Abschluss der traurigen Katar-Reise gesagt haben. SPORT1 weiß: Auf einen Abschied hindeutende Worte fielen in der Kabine nicht!

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Zu diesem Zeitpunkt rechnete der bis 2024 beim DFB unter Vertrag stehende Flick aber auch nicht mit einem Schnellschuss in der Causa Oliver Bierhoff. Die am Montagabend bekanntgegebene Trennung von dem Geschäftsführer, der ihn 2021 als Nachfolger von Joachim Löw verpflichtet hatte, enttäuschte den gebürtigen Heidelberger sehr.

„Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann“, erklärte Flick am Dienstagmorgen.

Nach der Entlassung von Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff äußert sich Hansi Flick zu diesem Thema
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Deutschland äußerst ineffektiv bei der WM 2022

Nicht nur der Zeitpunkt, auch die sich generell an der Person Bierhoff entladende Kritik traf den Bundestrainer. Für ihn sei der frühere Angreifer mehr als nur der Ansprechpartner gewesen, sondern auch „ein Freund“, zu dem er „unschätzbar hohes Vertrauen“ entwickelt habe: „Dieses Vertrauen ist und bleibt im Fußball das höchste Gut.“

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Das nicht zufriedenstellende sportliche Abschneiden in Katar macht das Trainerteam vor allem an der fehlenden Konzentration in entscheidenden Situationen fest, gerade im Torabschluss. 67 Torschussversuche verzeichnete der Weltmeister von 2014 in den drei Gruppenspielen gegen Japan, Spanien und Costa Rica – mehr als jeder andere Teilnehmer in der Vorrunde! (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

Für Flick allmählich auch eine Frage der Qualität, an der es zu arbeiten gilt – bei der A-Nationalelf wie im U-Bereich. Dass sein Intimus Bierhoff nun schon vor der großen Analyse mit Neuendorf und Watzke sein Amt niederlegen musste, entsprach zwar nicht unbedingt seinen Vorstellungen. An einen Rücktritt denkt er deswegen jedoch nicht.

Bierhoff-Nachfolger? Flick will Mitspracherecht

Sollte es bei dem Krisengipfel am Mittwoch also nicht zu einem großen Zerwürfnis kommen, ist von einem Flick-Verbleib auszugehen. Seine Zukunft hängt logischerweise zu einem gewichtigen Teil auch davon ab, wen die Verantwortlichen als Nachfolger für Bierhoff holen möchten. (DATEN: WM-Spielplan 2022)

Wie SPORT1 berichtete, wurde verbandsintern in den vergangenen Tagen schon ausgiebig über Kandidaten wie Matthias Sammer, Fredi Bobic, Lothar Matthäus, Ralf Rangnick oder Thomas Hitzlsperger diskutiert. Flick will logischerweise ein Mitspracherecht, war er schließlich auch wegen Bierhoff zum DFB gewechselt. (News: Ballack: Flick ohne Mitspracherecht)

Ob die Bosse Flick entgegenkommen? Dass gerade Watzke nicht vor unangenehmen Entscheidungen zurückschreckt, hat die Erfahrung mit Marco Rose vor einem halben Jahr gezeigt. Im Mai kam es BVB-intern zum großen Saison-Aufarbeitungsgespräch – und zur überraschenden Trennung von Rose. (News: DFB? Schweinsteiger scherzt)

Eigentlich schätzt der BVB-Chef Flick, hält ihn für einen sehr guten Trainer mit hervorragender Menschenführung. Ihm ist bewusst, dass die meisten Spieler hinter Flick stehen. Er weiß aber auch, dass Thomas Tuchel nach seinem Abschied vom FC Chelsea sofort verfügbar wäre. Und: Er hat den zu Dortmunder Zeiten entstandenen „Dissens“ mit dem Champions-League-Siegercoach von 2021 ausgeräumt.