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FIFA-Hammer am Freitag? Weltverband könnte mit Jahrhundert-Tradition brechen

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FIFA-Hammer am Freitag? Weltverband könnte mit Jahrhundert-Tradition brechen

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Bahnt sich ein FIFA-Hammer an?

Beim FIFA-Kongress am Freitag könnte der Weltverband den Weg für eine einschneidende Änderung freimachen.
Gianni Infantino wird von Emmanuel Macron hofiert
Gianni Infantino wird von Emmanuel Macron hofiert
© IMAGO/ActionPictures
SPORT1
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von SPORT1

Seit 1932, also fast ein Jahrhundert lang, hat die FIFA ihren Sitz in Zürich. Nun aber könnte sich anbahnen, dass der Fußball-Weltverband in absehbarer Zeit das schweizerische Steuerparadies verlässt.

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Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll am Freitag beim Kongress des Verbandes in Bangkok die Satzung diesbezüglich reformiert werden.

Das wäre nötig, um die Abkehr der FIFA von ihrem bisherigen Sitz beschließen zu können. In der Satzung ist bislang festgelegt, dass der Weltverband im Handelsregister des Kantons Zürich registriert ist und sich der Sitz in Zürich befindet. Beides ist gleich im ersten Artikel festgehalten.

Auf Anfrage der SZ teilte der Verband zwar mit, dass die Bestimmung nur etwas nach hinten rutschen und unter Punkt 67.2 stehen wird. Doch dieser Passus sei explizit nur als „Übergangsbestimmung“ gekennzeichnet.

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Infantino zieht von Katar in die USA

Er würde dem Weltverband um Präsident Gianni Infantino jederzeit die Möglichkeit bieten, sich für einen anderen Ort zu entscheiden.

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Infantino selbst hat es sich zur Gewohnheit gemacht, im Land des nächsten WM-Gastgebers zu residieren, zog nach der letzten WM von Katar in die USA.

Auch die FIFA expandiert schon seit längerem und baute in vielen Teilen der Welt Außenstellen auf.

Eine davon liegt in Paris in einem noblen Hotel an der Seine. Dorthin hatte die Mitarbeiter, so berichtet es die SZ, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron mit Steuervergünstigungen gelockt.

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Auch Russland darf sich wohl Hoffnungen machen

Auch wenn das Verfassungsgericht diesen Deal stoppte, gilt Paris - auch wegen Macrons Nähe zu Sport-Funktionären - als mögliche FIFA-Zentrale der Zukunft.

Erst 2007 hat sich die FIFA ein neues Gebäude für ihre Zentrale geleistet
Erst 2007 hat sich die FIFA ein neues Gebäude für ihre Zentrale geleistet

Die andere Kandidatenstadt liegt in den USA, wohin Infantino nicht nur die WM 2026, sondern auch die Klub-WM 2025 vergeben hat. In Miami siedelte die FIFA Kernbereiche ihrer Organisation, wie die Rechtsabteilung, an. Über 100 Mitarbeiter sollen künftig dort arbeiten.

Möglicherweise, so wird bereits spekuliert, wird in Zukunft aus dieser Dependance die Zentrale der FIFA.

Laut des Zeitungsberichts sollen sich aber auch die Autokratien aus Russland und Saudi-Arabien Hoffnungen machen, Stammsitz des Weltverbandes zu werden.

Ob am Freitag tatsächlich die Satzungsänderung zustande kommt, ist allerdings noch längst nicht abgemacht. Immerhin müssten drei Viertel der 211 Mitgliedsverbände dafür stimmen.