Die angespannte politische Lage in den USA sorgt aktuell verstärkt dafür, dass von einigen Seiten auch öffentlich laut über einen möglichen WM-Boykott der Fußball-WM 2026 eben in den USA, in Mexiko und Kanada nachgedacht wird.
Effenberg reagiert auf brisantes Thema: "Fußball wird missbraucht"
Effenberg: Fußball wird „missbraucht“
Eine solche Option hatte zuletzt zum Beispiel der Präsident des FC St. Pauli Oke Göttlich, der gleichzeitig auch DFB-Vizepräsident ist, ins Spiel gebracht.
Eine Forderung, die der ehemalige Nationalspieler und SPORT1-Experte Stefan Effenberg „überhaupt nicht nachvollziehen“ kann, wie er im Gespräch mit dem Nachrichtenportal t-online erklärte.
„Das wird nicht passieren“, ist er sich aber auch sicher: „Für die Spieler müssen der Sport, das Turnier und natürlich der Titel im Vordergrund stehen, keine politisch motivierten Aktionen.“
Fußball-WM: Effenberg wünscht sich weniger Politik im Stadion
Geht es nach Effenberg, dann sollte die Politik im Sport ohnehin immer „außen vor sein“. Er wisse, dass das ständige Nachfragen der Presse es für die Spieler „sehr schwer“ mache.
„Für Äußerungen zur Politik sind die Verantwortlichen da, nicht die Spieler, auf die schon 2022 viel abgewälzt wurde, womit sie dann nicht zurechtkamen“, sagte Effenberg mit Blick auf die umstrittene WM in Katar.
Damals wurde die deutsche Nationalmannschaft, auch auf großen Druck der Öffentlichkeit, mit einer Protestgeste aktiv. Als das Team dann in der Gruppenphase ausschied, wurde die Mannschaft von anderen Seiten genau dafür kritisiert.
„An die Folgen erinnern wir uns noch. Da haben sie hoffentlich aus der Vergangenheit gelernt“, hofft Effenberg: „Ich hoffe wirklich, dass man die WM nicht erneut als Bühne für politische Botschaften verwenden will, sondern sich ganz auf das Sportliche konzentriert.“
Allgemein wünsche er sich weniger Präsenz von Politikern bei WM-Spielen auf der Ehrentribüne, weil „die das ganze Jahr über nicht im Stadion zu sehen sind und sich bei den Turnieren plötzlich blicken lassen, um sich dann im Erfolg ihrer Mannschaft zu sonnen. Da wird der Fußball für politische Profilierung missbraucht.“