Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den DFB im Vorfeld der WM im Sommer vor zu vielen politischen Debatten gewarnt. „Mein Rat: so wenig Politik wie möglich. Wir haben das jetzt einmal in Katar erfolglos gemacht. Nicht zweimal bitte“, sagte der 59-Jährige bei der Premiere des Filmes „Ein Sommer in Italien - WM 1990″ zu t-online.
Söder warnt DFB-Team vor WM: "Nicht zweimal bitte"
Söder warnt DFB-Team
„Ansonsten wird es schon ein bisschen kompliziert, weil es über drei Länder ist“, fürchtete Söder im Hinblick auf die drei Ausrichternationen Kanada, Mexiko und die USA: „Insofern: die Wege, die Klimaunterschiede – ob das so eine tolle Idee war, das dorthin zu vergeben? Aber das ist egal. Das jetzt entschieden.“
Söder, der dem Fußball selbst sehr verbunden ist und leidenschaftlicher Nürnberg-Anhänger ist, hofft auf ein erfolgreiches Turnier der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Das Fernbleiben der politischen Themen wäre dabei nur hilfreich, meinte Söder.
WM: Söder gibt Nagelsmann Kader-Tipps
„Ich wünsche sehr, dass die Mannschaft diesmal frei aufspielen kann und nicht wieder 1.000 politische Ratschläge aus Deutschland bekommt“, ließ der Franke verlauten.
2022 hatten politische Debatten die WM in Katar dominiert, bei der das DFB-Team letztlich bereits in der Gruppenphase ausschied. Auch in diesem Jahr beschäftigen politische Themen im Kontext der Gastgeberländer die Massen - speziell die Politik von US-Präsident Donald Trump sorgt für Diskussionen. Unter anderem regte DFB-Präsidiumsmitglied und St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich eine Boykott-Debatte an.
Für Nagelsmann hatte Söder zudem noch Kader-Empfehlungen parat. „Meine Empfehlung ist, so viel FC Bayern wie möglich. Weil die sind eingespielt und die beste Mannschaft in Deutschland“, argumentierte der bayerische Ministerpräsident. Alles andere wäre „ein Fehler“, denn „Deutschland war immer am besten, wenn es Blöcke gab“.