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WM 2026: Marokko-Trainer verkündet Rücktritt - Nachfolger steht bereits fest

Trainer verkündet Rücktritt vor WM

Marokkos Nationaltrainer Walid Regragui tritt drei Monate vor der WM zurück. Sein Nachfolger steht bereits fest.
Nach dem Afrika-Cup-Finale findet Marokkos Trainer Walid Regragui deutliche Worte. Er kritisiert scharf die zehnminütige Spielunterbrechung und das Verhalten des senegalesischen Trainers. Außerdem äußert er sich zum verschossenen Panenka-Elfmeter von Brahim Díaz.
Marokkos Nationaltrainer Walid Regragui tritt drei Monate vor der WM zurück. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Marokkos Nationaltrainer Walid Regragui ist knapp drei Monate vor dem Start der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zurückgetreten. Das bestätigte der 50-Jährige auf einer kurzfristig abgehaltenen Pressekonferenz am späten Donnerstagabend.

„Die Mannschaft braucht ein neues Gesicht, neue Energie und eine neue Perspektive mit einem neuen Trainer“, erklärte Regragui seinen Entschluss. „Ich denke, die Mannschaft braucht vor der Weltmeisterschaft neuen Schwung, eine neue Vision, um weiter voranzukommen.“

„Meine Entscheidung zu gehen ist Teil der Entwicklung dieser Mannschaft“, fasste Regragui zusammen.

WM: Marokkos neuer Nationaltrainer steht fest

Sein Nachfolger steht bereits fest. Mohamed Ouahbi, der Marokkos U20-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr zum Weltmeistertitel bei der Junioren-Weltmeisterschaft geführt hatte, wird in die großen Fußstapfen Regraguis treten.

„Ich bin nicht hier, um etwas aufzubauen, denn die Grundlagen sind bereits vorhanden. Ich bin hier, um weiterhin Leistung zu bringen“, sagte Ouahbi. Zudem verriet er, dass Joao Sacramento, der bei Rom und PSG unter José Mourinho arbeitete, sein Co-Trainer werden würde.

In Spanien wird derweil berichtet, dass der einstige Barcelona-Coach Xavi Hernández als Favorit auf die Regragui-Nachfolge galt. Dieser habe allerdings das WM-Projekt so kurz vor dem Turnier nicht übernehmen wollen, schreibt die Marca.

Xavis einstiger Teamkollege Andrés Iniesta wird derweil als neuer Sportdirektor des Verbandes gehandelt.

Hakimi nimmt emotional Abschied

In seiner knapp vierjährigen Amtszeit bei den Löwen vom Atlas prägte Regragui die wohl erfolgreichste Ära des marokkanischen Fußballs. 2022 schaffte er es mit der Mannschaft sensationell bis ins Halbfinale der WM in Katar. Beim Afrika Cup Anfang dieses Jahres verlor er mit Marokko erst im Endspiel. Bei seinen Spielern stand er hoch im Kurs. Das belegen auch die emotionalen Abschiedsworte von Nationalspieler Achraf Hakimi.

„Deine Führungsqualitäten, deine Leidenschaft und deine Vision haben nicht nur die Spieler inspiriert, sondern auch ein ganzes Land und Millionen von Fans auf der ganzen Welt“, schrieb der Superstar von Paris Saint-Germain in einer Mitteilung, in der er sich bei seinem Ex-Trainer bedankte. „Walid Regragui, vielen Dank für die außergewöhnliche Arbeit, die du als Trainer der marokkanischen Nationalmannschaft geleistet hast.“

Marokko in WM-Gruppe mit Brasilien

Wie die französische Sportzeitung L‘Équipe berichtet hatte, soll Regragui bereits nach der Niederlage gegen Senegal im Finale des Afrika Cups seinen Rücktritt angeboten haben. Der Verband hatte daraufhin jedoch versucht, ihn umzustimmen. Ohne Erfolg, wie sich nun zeigt.

Bei der WM im Sommer befinden sich die Löwen vom Atlas in einer Gruppe mit Brasilien, Schottland und Underdog Haiti.