Mit zwei Toren und einer Vorlage hat sich Deniz Undav beim 4:0-Testspielsieg gegen Finnland ins Rampenlicht für die WM in den USA, Kanada und Mexiko gespielt. Im Nachgang analysierte ZDF-Experte Christoph Kramer die Leistung des Stuttgarters und zog wegen dessen Spielweise einen kuriosen Vergleich.
"Kleines Wildschwein": Kramer zieht kuriosen Undav-Vergleich
Kramer zieht kuriosen Undav-Vergleich
Als Kramer nochmals das 3:0 der deutschen Mannschaft gesehen hatte, kam er über Undav ins Schwärmen. Nach feinem Pass in die Schnittstelle von Lennart Karl hatte sich der 29-Jährige zunächst im Zweikampf gegen Finnlands Tony Miettinen durchgesetzt und danach eiskalt eingenetzt.
„Das ist vielleicht die beste und meistunterschätzte Qualität von Undav, dass er nicht wegzudrücken ist“, begann Kramer und ergänzte: „Ich habe selbst einige Male gegen ihn gespielt. Das ist im positivsten Sinne ein kleines Wildschwein. Das kriegst du nicht weggedrückt.“
Der Ex-Profi meinte, dass Undav einen starken Rumpf habe und es in der Situation unmittelbar vor dem 3:0 nicht einfach sei, erst stehenzubleiben und dann den Treffer zu erzielen. „Ich mag auch seinen Ruhepuls, dass er nicht überhastet agiert und immer konzentriert bleibt“, lobte Kramer.
Undav oder Havertz? Kramer unsicher
Ob Undav auch beim WM-Auftakt gegen Curacao am 14. Juni (ab 19 Uhr im LIVETICKER) in der Startelf stehen sollte?
„Kann man nicht sagen. Kai Havertz ist auch richtig gut in Form. Ich mag Deniz Undav, aber ich mag auch Kai Havertz“, war sich der 35-Jährige noch nicht sicher.
Er führte weiter aus: „Undav ist auch eine Position weiter hinten gut, er kann auch als Joker kommen. Natürlich hätte er die Berechtigung, von Anfang an zu spielen, aber Havertz auch. Es ist beides gut.“