Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nach dem WM-Aus einen Rücktritt ausgeschlossen und seinen Willen zum Weitermachen gezeigt.
Zukunft? Nagelsmann legt sich fest
Zukunft? Nagelsmann legt sich fest
„Ich stehe bereit, wenn man das möchte, und wenn man mich nicht möchte, muss man mir das sagen“, sagte er nach dem Scheitern im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) bei MagentaTV.
Nagelsmann: „Ich möchte weitermachen“
„Ich bin keiner der wegläuft“, ergänzte Nagelsmann im ZDF. Zuvor hatte er auf Nachfrage noch einmal betont: „Ich möchte weitermachen, aber im Fußball hat man es nicht immer in der Hand. Wenn der DFB es möchte, dann bereite ich die Europameisterschaft vor und die Nations League.“
SPORT1 fragte Kapitän Joshua Kimmich, ob Nagelsmann nun zurücktreten solle? „Ich hoffe natürlich nicht. Am Ende des Tages sind wir Spieler auf dem Platz und wir sollten den Anspruch haben und die Qualität, dass wir einen Gegner wie Paraguay schlagen können. Bei allem Respekt“, bekundete Kimmich seine Unterstützung.
Auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler stärkte Nagelsmann zunächst den Rücken. „Ich bin überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, um weiterzumachen. Natürlich bin ich nicht der DFB alleine, habe das nicht alleine zu entscheiden. Ich weiß, dass er ein Kämpfer ist, dass er sich schnell gesammelt hat und wieder angreifen will.“ Man wolle sich die nächsten Tage zusammensetzen, doch Nagelsmann sei „noch die richtige Person am richtigen Ort.“
Hummels sieht personellen Diskussionsbedarf
Auf die Frage, ob er bei einer DFB-Entscheidung gegen Nagelsmann zur Verfügung stünde, äußerte sich Jürgen Klopp bei MagentaTV zurückhaltend. „Ich verstehe das, dass wenn über den Bundetrainer gesprochen wird, mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment, um darüber wirklich zu sprechen. Und vor allem nicht mit mir. Das ist eine Kuriosität, dass ich hier stehe. Aber es gibt dazu nichts zu sagen.“
2014-Weltmeister Mats Hummels sah indessen personellen Diskussionsbedarf. „Auf Verantwortlichen-Seite schreit es nach Konsequenzen“, sagte der TV-Experte bei MagentaTV, dies müsse ein Thema sein, „sowohl vom Bundestrainer selbst aus als auch vom Verband. Zumindest Gespräche darüber muss es geben. Dafür ist Fußball zu sehr Leistungssport.“ Hummels könne sich auf Spielerseite auch „vorstellen, dass einige von sich aus zurücktreten werden.“
Nagelsmann hat beim DFB einen Vertrag bis Sommer 2028.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)