Schon mehrmals hatte Jesse Marsch den Einsatz von Bayern-Star Alphonso Davies angekündigt, im ersten K.o.-Spiel der Kanadier bei der WM war es endlich so weit. In der 75. Minute beim 1:0 (0:0) gegen Südafrika feierte der Hoffnungsträger des Co-Gastgebers sein lang ersehntes und frenetisch umjubeltes Comeback.
"Vorsichtig eingesetzt": Davies-Comeback mit langem Anlauf
Davies-Comeback mit langem Anlauf
„Klar, ich hätte ihn gerne auch früher gehabt“, erklärte der Trainer der „Ahornblätter“ nach dem historischen Einzug ins Achtelfinale, „ich wollte aber auch, dass sich die Gegner Gedanken machen mussten.“
In der Vorrunde verzichtete Marsch aber noch auf den Kapitän, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel seit Anfang Mai kein Spiel absolviert hatte. Bis Sonntag: „Wir haben ihn jetzt vorsichtig eingesetzt.“
WM: Marsch lobt „kanadische Helden“
Mit Davies auf dem Feld gelang Kanada in der Nachspielzeit der Lucky Punch durch Stephen Eustaquio (90.+2) – und im ersten K.o.-Spiel in der WM-Geschichte gleich der erste Sieg.
„Wir haben unsere Struktur beibehalten, wir hatten Chancen während des ganzen Spiels“, bilanzierte Marsch und lobte sichtlich emotional „die harte Arbeit dieser Jungs“ und „ihren Charakter“. Sie seien „kanadische Helden, das habe ich ihnen gesagt, ich freue mich so für sie“.
Im Achtelfinale am Samstag in Houston bekommt es sein Team mit den Niederlanden oder Marokko zu tun.
„Ich fliege nach Monterrey und werde im Stadion sitzen und sie mir genau anschauen“, sagte der Coach mit Blick auf das Duell in der Nacht zu Dienstag (3.00 Uhr MESZ) in Mexiko. „Dann werden wir jedes Detail durchsprechen“, kündigte er an und ergänzte: „Die Jungs haben es verdient, jetzt auf einen Giganten zu treffen.“