WM 2026>

Umgang mit Woltemade macht Expertin "sprachlos"

„Nagelsmann hat ihn gefühlt gekillt“

Nick Woltemade ist bei der WM erst kein Faktor, dann eine tragische Figur. Eine Expertin sieht die Schuld bei Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Deutschland scheidet bei der WM gegen Paraguay im Elfmeterschießen aus. Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah verschießen aus deutscher Sicht vom Punkt.
Nick Woltemade ist bei der WM erst kein Faktor, dann eine tragische Figur. Eine Expertin sieht die Schuld bei Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Die Trainerin und TV-Expertin Friederike „Fritzy“ Kromp hat den Umgang von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit dem deutschen Nationalstürmer Nick Woltemade kritisch hinterfragt.

„Dass Woltemade, der in einem K.o.-Spiel seinen ersten Einsatz bekommt, einen entscheidenden Elfmeter verschießt, ist irgendwo naheliegend“, sagte Kromp im ZDF nach dem WM-Aus der DFB-Auswahl gegen Paraguay.

„Man hat ihn gefühlt gekillt“, erklärte die Cheftrainerin der Frauenmannschaft von Werder Bremen. Auf die Nachfrage, wer Woltemade „gekillt“ habe, erklärte sie: „Der Trainer mit seinen Entscheidungen.“ 

Nagelsmann? „So funktioniert es halt nicht“

Kromp kritisierte, dass Nagelsmann seinem Angreifer zuvor im Turnierverlauf keine Chance gegeben hatte: „Heute brauchst du ihn – und dass er dann nicht funktioniert … Das macht mich sprachlos. So funktioniert es halt nicht, das sind keine Maschinen.“

Woltemade hatte als einer von drei deutschen Schützen beim Elfmeterschießen (3:4) vom Punkt vergeben. Anders als diverse andere Ersatzspieler war er zuvor auch beim sportlich weitgehend bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Ecuador nicht zum Einsatz gekommen.