Der verschossene Elfmeter von Kylian Mbappé beim 2:0-Sieg der Franzosen gegen Marokko im Viertelfinale der WM sorgte für viele Diskussionen. Auch Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe hat sich geäußert – und einen Vorwurf an Frankreichs Kapitän gerichtet.
WM 2026: Gräfe macht Mbappé Vorwürfe: "Perfekte Schwalbe"
Mbappé-Elfer? „Perfekte Schwalbe“
„Das war nicht sonnenklar, sondern perfekte Schwalbe… deshalb zögerten sie so lange“, schrieb er bei X als Antwort auf den Beitrag eines anderen Users. Über drei Minuten hatte es gedauert, ehe Mbappé den Elfmeter ausführen konnte, auch weil der VAR ein Foulspiel im Vorfeld checkte.
Der Stürmerstar war von Noussair Mazraoui von den Beinen geholt worden, Schiedsrichter Facundo Tello zeigte sofort auf den Punkt. Eine Fehlentscheidung? „Das linke Bein hebt vorher ab, rechtes Bein geht vor Kontakt schon runter, aber da Treffer fast zeitgleich, haben sie es stehen gelassen. Kein Foul, das einen Elfmeter rechtfertigt! Mbappé geht von selbst zu Boden, aber das Timing ist perfekt – schwer zu erkennen, aber der VAR sollte“, erklärte Gräfe.
WM: Auch Haaland reagiert auf Mbappé
Doch der Video-Assistent schickte den Hauptreferee nicht an den Bildschirm und so trat Mbappé aus elf Metern an – und scheiterte kläglich. Konkurrent Erling Haaland reagierte daraufhin in den sozialen Medien.
Ähnlich wie Gräfe sah auch der spanische Sportjournalist Javi Miralles kein elfmeterwürdiges Foul am Franzosen: „Dass bei einer Weltmeisterschaft ein solcher Elfmeter gepfiffen wurde, obwohl den Schiedsrichtern die gesamte moderne Technik zur Verfügung steht, reicht aus, um vieles infrage zu stellen. Das ist KEIN Elfmeter“, positionierte er sich klar.
Die Elfmeter-Szene geriet zumindest im Spiel jedoch schnell in den Hintergrund, weil Mbappé sich in der 60. Minute mit einem Traumtor zurückmeldete. Sechs Minuten später sorgte Ousmane Dembélé mit seinem Treffer zum 2:0 für klare Verhältnisse.
So fiel die zumindest diskutable Entscheidung am Ende nicht zu sehr ins Gewicht.