Michael Olise bespielt für Frankreich bei der WM die Zehnerposition, während er beim FC Bayern zumeist als Rechtsaußen aufläuft. TV-Experte Mats Hummels hat analysiert, wieso Olise – seiner Meinung nach – in beiden Mannschaften genau richtig eingesetzt wird.
Olise beim FC Bayern "verschenkt"? Hummels wird deutlich
Olise bei Bayern „nicht verschenkt“
MagentaTV-Moderator Johannes B. Kerner fragte den Experten vor dem WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien (Endstand: 0:2) ob Olise bei Bayern auf der rechten Außenbahn „verschenkt“ sei? „Ich finde, in einem System wie Bayern es spielt, nicht“, sagte Hummels.
Hummels: Wieso Bayern Olise richtig einsetzt
Denn seit der Ära Arjen Robben und Franck Ribéry habe sich bei den Münchnern die Flügelzange etabliert und das Spiel würde vermehrt über die beiden Außenbahnen laufen. „Spieler die initiieren. Deswegen ist er da nicht verschenkt, weil er da super dominant im Spiel ist, so wie Bayern spielt“, fuhr der ehemalige BVB-Profi fort.
Anders sähe es bei der französischen Nationalmannschaft aus, wo er vermeintlich als Rechtsaußen weniger Bälle bekommen würde. „Deswegen macht es sehr viel Sinn, ihn auf die Zehn zu packen“, meinte Hummels: „Manchmal wechseln sie ein bisschen. Ousmane Dembélé und er. Er ist auch auf der Zehn wirklich ein absolut perfekter Spieler.“
„Einer der besten Fußballer der Welt“
Für Hummels ist Olise einer der „Top-3-Spieler der WM, Top-3-Spieler der Welt“. Und unabhängig davon, wo der Ballkünstler sich auf dem Rasen rumtreibt: „Er hat gezeigt, dass er sowohl auf Rechtsaußen als auch auf der Zehn einer der besten Fußballer der Welt ist.“
Bei der laufenden WM konnte Olise bislang fünf Scorerpunkte sammeln, auf ein eigenes Tor wartet er aber noch. „Wenn er ein bisschen mehr Glück gehabt hätte, dann würde er schon bei zehn Scorern stehen“, ist sich Hummels sicher.