Harry Kane hat die englische Presse scharf kritisiert. Der Kapitän der Three Lions reagierte auf die widersprüchlichen Aussagen von Jude Bellingham und Trainer Thomas Tuchel nach dem hart erkämpften Einzug ins Halbfinale gegen Norwegen.
"Was soll Jude da denn sagen?": Kane schießt gegen Presse
Kane schießt gegen „spaltende“ Presse
„Wir hatten gerade einen harten Kampf hinter uns. Es ist leicht, zu versuchen, diese Spaltung zu inszenieren – das scheint bei solchen großen Turnieren eine typische englische Angewohnheit zu sein. Aber das ist genau das Gegenteil von der Realität“, wird Kane von BBC Sports zitiert. Das englische Nationalteam stehe „voll und ganz hintereinander“.
Ausgangspunkt der Thematik, war Tuchels Kritik nach dem glanzlosen, hart erkämpften 2:1-Sieg der Engländer nach Verlängerung, bei dem seine Spieler „Glück gehabt“ hätten. „In jeder Hinsicht“ sei er mit der Leistung der Mannschaft „nicht zufrieden“. Energisch machte der deutsche Übungsleiter jedoch deutlich, dass die Mentalität gestimmt habe, sodass diese sogar „in Flaschen abgefüllt und verkauft“ werden könnte.
Auf die Frage nach Tuchels Kritik an der Leistung antwortete Bellingham: „Vielleicht weiß er (Tuchel, Anm. d. Red.) auch nicht, was es heißt, bei solchen Bedingungen gegen Haaland, Ödegaard, Nusa und Sörloth, all die anderen, zu spielen. Das ist kein einfacher Gegner.“
Kane: „Was soll Jude da sagen?“
„Wenn man ein solches Spiel bestreitet und fünf Minuten nach dem Schlusspfiff eine Frage gestellt bekommt, wobei er gar nicht wusste, was gesagt worden war – was soll Jude da denn sagen?“, kritisierte Kane die Art und Weise der Befragung des Real-Madrid-Stars.
„Die Mannschaft ist dort, wo sie ist, weil wir vollkommen zusammenhalten – nicht nur die Spieler, sondern auch der Trainer und der Stab. Manchmal wird aus einer Sache mehr gemacht, als sie tatsächlich ist“, unterstrich Englands Kapitän und machte dabei deutlich, dass das Verhältnis zwischen Tuchel und der Mannschaft in bester Ordnung sei.
Schließlich trage er „sein Herz auf der Zunge und die Leute wissen das zu schätzen“. Tuchel sei „nicht ohne Grund einer der besten Trainer der Welt“.
Mit einem „der besten Trainer der Welt“ wollen die Three Lions am Mittwoch ins WM-Finale einziehen. Der Gegner ist niemand Geringeres als Lionel Messis Argentinien (21 Uhr, live im SPORT1-Ticker). Klar, dass Nebenkriegsschauplätze unerwünscht sind.