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Pressestimmen: "Spanien hat einen Engel"

„Spanien hat einen Engel“

Spanien übersteht ein überaus dramatisches WM-Viertelfinale gegen Belgien. Die Ereignisse in Los Angeles überschlagen sich. SPORT1 hat Pressestimmen gesammelt.
Das Viertelfinale zwischen Spanien und Belgien war ein emotional aufgeladenes Spiel. Die Furia Roja setzt sich mit 2:1 durch und profitiert dabei auch von einem belgischen Torwart-Patzer. Mikel Merino sagt wieder einmal spät im Spiel "Danke" und schießt die Südeuropäer ins Halbfinale.
Spanien übersteht ein überaus dramatisches WM-Viertelfinale gegen Belgien. Die Ereignisse in Los Angeles überschlagen sich. SPORT1 hat Pressestimmen gesammelt.

Spanien zieht nach einem dramatischen 2:1 (1:1) gegen Belgien ins WM-Halbfinale ein und trifft dort auf Turnierfavorit Frankreich.

Der Abend war ein Wechselbad der Gefühle. Bei den Belgiern kullern nach dem bitteren Abgang von Thibaut Courtois die Tränen und Edeljoker Mikel Merino versetzt Spanien in Ekstase. Die Pressestimmen zum Krimi von Los Angeles.

Spanien

Marca: Spanien hat einen Engel. Superheld Mikel Merino.

Als das Spiel völlig offen war, verletzte sich Courtois – ein unerwarteter Glücksfall für Spanien. Lammens kam für ihn ins Spiel und schenkte Merino, der gerade erst auf dem Rasen stand, ein Tor. Der Navarrese wurde zum Helden, als er das spanische Trikot überstreifte. Seine Tore sind bereits Teil der Geschichte der Nationalmannschaft.

Mundo Deportivo: Die Mannschaft hat Durchhaltevermögen bewiesen, und Laporte tauchte in der Nachspielzeit wie durch ein Wunder auf, um den Ball abzuwehren, als Unai Simón bereits geschlagen war. Jetzt heißt es erst einmal durchatmen und Kurs auf Dallas nehmen. La Roja bestreitet das Halbfinale gegen Frankreich. Und sicherlich wird Luis de la Fuente wieder denselben Satz wiederholen: Das wird der härteste Gegner.

AS: Senne Lammens war fortan der Mann im Rampenlicht, der Torhüter, den man auf dem Boden, in der Luft und auf dem Wasser auf die Probe stellen musste. Doch das war schwierig, denn die belgische Abwehr bot kaum eine Lücke, durch die man zum Schuss kommen konnte. Auch De Bruyne humpelte und warf das Handtuch (er wurde von Saelemaekers ersetzt), während Merino sich an der Seitenlinie aufwärmte.

In der 86. Minute kam er ins Spiel. Und diese Zeit war für ihn mehr als genug, denn innerhalb von zwei Minuten, in nur zwei, zauberte er erneut. Er erzielte das Tor, indem er einen Abpraller von Lammens nach einem Schuss von Cubarsí verwertete. Der belgische Torhüter stand blamiert da, Mikel wurde gefeiert und Spanien stand zum zweiten Mal in seiner Geschichte im Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Ein unvergesslicher Tag in Los Angeles.

Belgien

Sporza: Ein äußerst bedauerliches WM-Aus: Die „Roten Teufel“ brechen in der Schlussphase unter spanischem Druck (und aufgrund eines schmerzhaften Fehlers) nach einem mutigen Viertelfinale ein.

Armer, armer, armer Senne Lammens – das wünscht man wirklich niemandem, der die Augen der Welt auf einen richtet.

Diesmal gab es kein Wunder, Garcias Magie war aufgebraucht. Aber wie schade, dass es so enden musste. Der amerikanische Traum ist zu Ende gegangen.

Nieuwsblad: Das Land weint zusammen mit Courtois und Lammens.

Es wird also kein Halbfinale zwischen Belgien und Frankreich geben, sondern eine Begegnung zwischen Spanien und Frankreich. Die Belgier müssen nun nach Hause zurückkehren. Ihre WM war durchaus schön, das ganze Land hat mitgefiebert. Aber leider hat sich Los Angeles, die Stadt der Engel, nicht ganz in die Hölle verwandelt.

Frankreich

L’Équipe: Die bessere Mannschaft hat gewonnen – diejenige, die mehr Ballbesitz und die klarsten Torchancen hatte. Doch das Spiel wurde durch einen Zufall entschieden, und das ist für Garcia und seine Mannschaft, die sich tapfer geschlagen haben, schwer zu verkraften. Diese spanische Mannschaft scheint weniger stark zu sein als die von 2024 und für die „Bleus“ leichter zu schlagen. Aber vielleicht ist das nur ein Eindruck.

Italien

Gazzetta dello Sport: Spaniens Glanzleistung, Rudi Garcias Pech.

Das entscheidende Tor erzielte Mikel Merino, der die Rolle des „Supersub“ geradezu perfekt ausfüllt. Belgien trauert um Thibaut Courtois, seinen Riesen, der in der zweiten Halbzeit wegen einer Verletzung unter Tränen vom Platz musste. An seine Stelle trat Senne Lammens, der bei United in der Startelf steht und die Schwierigkeiten der „Roten Teufel“ aus Manchester deutlich macht.

Als Belgien sich auf wundersame Weise der Verlängerung näherte, konnte Lammens einen Fernschuss von Cubarsí nicht abwehren, und der Junge aus Pamplona stürzte sich auf den Ball und versenkte ihn mit dem grausamsten aller Abstauber. Weitere „Rote Teufel“ in der Hölle.

Merino war gerade einmal 115 Sekunden auf dem Platz und sichert sich damit den Rekord für das schnellste Tor eines spanischen Einwechselspielers bei einer Weltmeisterschaft. Nachdem er zum ersten Meistertitel von Arsenal seit 22 Jahren beigetragen hat, träumt er nun vom zweiten Stern der „Roja“ nach 2010.