Bitterer hätte das WM-Debüt von Senne Lammens nicht laufen können. Die Zeichen standen schon auf Verlängerung, dann unterlief ihm ein folgenschwerer Fehler.
Sein WM-Debüt endet tragisch
Sein WM-Debüt endet tragisch
Der Nationaltorhüter Belgiens war beim dramatischen 1:2 im WM-Viertelfinale gegen Spanien für den verletzten Thibaut Courtois eingewechselt worden (71.), ehe er das späte Gegentor verschuldete.
WM: Lammens patzt folgenschwer
Noch keine 20 Minuten auf dem Platz, patzte Lammens in der 88. Minute entscheidend. Der Keeper konnte einen Schuss aus der zweiten Reihe von Pau Cubarsi nicht festhalten und ließ den Ball nach vorne springen. Mikel Merino musste nur noch einschieben.
„Eigentlich muss er den Ball festhalten“, sagte Experte Per Mertesacker im ZDF. Tabea Kemme schlug bei MagentaTV in eine ähnliche Kerbe.
Damit wurde Lammens laut Opta zum ersten Torwart, der als Einwechselspieler zum Einsatz kam und einen Fehler beging, der zu einem Gegentor in einem WM-Spiel führte, seit Dimbi Tubilandu 1974 für die DR Kongo gegen Jugoslawien.
Der bittere Abgang von Courtois
Courtois, der beim Verlassen des Platzes mit den Tränen kämpfte, saß nahezu regungslos auf der Bank, als der Ball über die Linie kullerte. Auch Lammens bemerkte seinen Fehler und blieb enttäuscht auf dem Rasen sitzen.
„Er ist ein fantastischer Torhüter mit einer vielversprechenden Zukunft. Dieser Moment wird ihn stärker machen. Kein Problem“, spendete Courtois seinem Torhüter-Kollegen Trost.
Lammens, der noch bis 2030 bei Premier-League-Klub Manchester United unter Vertrag steht, stand nach dem Schlusspfiff die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
Erst spendete er unter anderem Mitspieler Brandon Mechele Trost, dann folgte der ernüchternde Gang in die Katakomben.