Es bleibt ein allgegenwärtiges Thema dieser WM: Auch nach dem Viertelfinal-Aus von Marokko gegen Vizeweltmeister Frankreich (0:2) hat es Diskussionen um den Schiedsrichter gegeben.
War das nicht Hand? Marokko zweifelt Mbappé-Tor an!
Marokko zweifelt Mbappé-Tor an!
Zum einen um den langwierigen VAR-Check vor einem letztlich durch Kylian Mbappé vergebenen Elfmeter – zum anderen um das spätere 1:0 durch den französischen Superstar.
Dem Traumtor Mbappés war ein Handspiel von dessen Teamkollegen Adrien Rabiot vorausgegangen, behauptete Marokkos Trainer Mohamed Ouahbi.
Marokko reklamiert – und kassiert Gegentreffer
„Einige Spieler haben aufgehört zu spielen, weil sie ein Handspiel gesehen haben. Und es war definitiv ein Handspiel!“, befand der Coach. In Marokko schrieb das Portal Kooora: „Ist Frankreichs erstes Tor inkorrekt?“
Bei der Szene in der 60. Minute hatte Rabiot den Ball bei einem Zweikampf mit Brahim Diaz leicht mit der Hand berührt, der Ball sprang dabei womöglich erst kurz an das Knie des Franzosen.
Unter anderem Brahim hob die Hand, auch mehrere andere Spieler Marokkos protestieren, der argentinische Schiedsrichter Facundo Tello ließ jedoch weiterspielen. Eine darauffolgende Flanke wurde zunächst abgewehrt, nach einem weiteren Rabiot-Zweikampf landet der Ball bei Mbappé, der letztlich vollstreckt. Rund 13 Sekunden langen zwischen der beanstandeten Szene und dem Treffer.
Ob es sich aber tatsächlich um ein strafbares Handspiel gehandelt hatte, vermochte selbst Ouahbi nicht zu sagen: „Ich weiß allerdings nicht, ob es hätte gepfiffen werden müssen oder nicht – da habe ich keine Ahnung.“
Der Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe sah eine „nicht absichtliche“ Aktion Rabiots. In seinen Augen habe der Referee auf dem Platz die richtige Entscheidung getroffen.