Dietmar Hamann hat nach den Ausschreitungen im WM-Finale lange Sperren für die argentinischen Nationalspieler Leandro Paredes und Nahuel Molina gefordert. Der frühere Nationalspieler verlangte für beide eine zwölfmonatige Zwangspause.
WM-Eklat: Hamann fordert drastische Strafen
Hamann fordert drastische Strafen
„Für so etwas habe ich kein Verständnis. Das muss man ahnden und dabei darf man auch nicht zu lasch sein. Ich würde sie beide zwölf Monate aus dem Verkehr ziehen“, sagte Hamann im Podcast „DAB | Der Audiobeweis Spezial – WM-Edition“ von Sky Sport Austria. Der Vizeweltmeister von 2002 sieht nach den körperlichen Angriffen auf mehrere Spanier nun den Weltverband FIFA in der Pflicht.
Argentinier verlieren die Nerven
Zuvor hatte Argentinien das WM-Finale gegen Spanien mit 0:1 nach Verlängerung verloren. Enzo Fernández sah bereits in der dritten Minute der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem Foul an Pau Cubarsí die Gelb-Rote Karte. Paredes fiel ebenfalls mehrfach durch hartes Einsteigen und Provokationen auf, blieb nach seiner Gelben Karte aber zunächst auf dem Platz.
Nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation endgültig. Molina schlug den jubelnd an ihm vorbeilaufenden Rodri und schubste anschließend Eric García zu Boden. Paredes griff García daraufhin an den Hals. Als Gavi einschritt, schlug ihm der Argentinier ins Gesicht und stieß ihn ebenfalls zu Boden.
Hamann fordert ein Jahr Sperre
Für Hamann überschritten die beiden Argentinier damit deutlich eine Grenze. „Ich würde beide ein Jahr sperren und dann sollen sie selber überlegen, ob sie nochmal zurückkommen. Aber so etwas geht nicht“, meinte der frühere deutsche Nationalspieler.
Durch die Attacken hätten sich die Argentinier „viele der Sympathien, die sie sich erspielt haben, durch Messi natürlich größtenteils, kaputtgemacht“, ergänzte Hamann.
FIFA untersucht die Vorfälle
Der Weltverband reagierte bereits auf die Ausschreitungen und leitete eine Untersuchung ein. Neben Paredes und Molina könnten Berichten zufolge auch weitere Mitglieder der argentinischen Mannschaft wegen möglichen Fehlverhaltens in den Fokus geraten.
Paredes war schon während des Endspiels mehrfach durch übertriebene Härte aufgefallen. Auch im Halbfinale gegen England provozierte der Mittelfeldspieler wiederholt seine Gegenspieler. Welche Konsequenzen die Vorfälle für die beteiligten Argentinier tatsächlich haben werden, blieb zunächst offen.