Die Sorgen beim THW Kiel werden immer größer.
THW Kiel steht nach Verletzungs-Pech rund um Sander Sagosen und Hendrik Pekeler unter Schock
Erneute Verletzung schockt Kiel
Nach der erneuten Verletzung eines Schlüsselspielers ist der Schock beim Rekordmeister groß.
Die Zebras gehen am Stock. Nach den Horror-Verletzungen von Superstar Sander Sagosen und Hendrik Pekeler sind die großen Ziele in Gefahr.
Den Pfingst-Schock musste Filip Jicha erst einmal verdauen. „Es ist brutal, dass wir innerhalb so kurzer Zeit zwei unserer Schlüsselspieler durch Verletzungen verloren haben“, sagte der Trainer des THW Kiel, als die schlimmsten Befürchtungen zur traurigen Gewissheit geworden waren.
Kiel fehlen zum Saisonende die Schlüsselspieler
Nach Abwehrchef Hendrik Pekeler (Achillessehnenriss) fällt nun auch noch Sander Sagosen - wenn man so will Kiels Angriffschef - für den Saison-Endspurt aus.
Den Kampf in der Liga um Platz zwei und das Final Four in der Champions League (18. und 19. Juni) muss der deutsche Rekordmeister damit ohne zwei seiner absoluten Leistungsträger bestreiten. „Wir fühlen mit Peke und jetzt Sander, wissen aber auch, dass es ohne die beiden gehen muss“, sagte Jicha.
Nicht nur, dass die beiden auf der Jagd nach dem fünften Königsklassen-Stern beim ultimativen Saisonhöhepunkt in Köln fehlen werden: Der Norweger Sagosen, der in der Anfangsphase der Partie gegen den HSV Hamburg (29:22) umgeknickt war und sich dabei das linke Sprunggelenk brach, wird laut THW-Teamarzt sechs bis acht Monate und damit wohl auch mindestens die komplette Hinrunde der nächsten Spielzeit nicht zur Verfügung stehen.
Duvnjak leidet mit Teamkollegen
Über den souveränen Erfolg im kleinen Nordderby gegen den HSV, der einen großen Schritt in Richtung Vize-Meisterschaft hinter dem SC Magdeburg bedeutete, konnte sich kein Kieler so recht freuen. (Die Tabelle der Handball-Bundesliga)
„Erst Hendrik Pekeler, jetzt Sander Sagosen. Das ist brutal, und es ist sehr schwer, die beiden zu ersetzen“, sagte Ex-Welthandballer Domagoj Duvnjak bei Sky.
Die Verletzung von Sagosen mitanzusehen, bezeichnete er als „traurig, unmenschlich, schlimm“.
Erst vor zweieinhalb Wochen hatte der Pokalsieger seinen Kreisläufer Pekeler verloren. Für den langjährigen Nationalspieler wurde vor dem Pfingstwochenende überraschend Bjarte Myrhol reaktiviert. Der 40 Jahre alte norwegische Rekord-Nationalspieler fügte sich am Sonntag mit zwei Treffern gut ein.
Sagosen für THW fast unersetzbar
Ganz wettmachen dürfte Myrhol allein den immensen Qualitätsverlust aber nicht.
„Auf meinen Ausfall haben wir mit Bjarte Myrhol reagiert, aber einen Ausfall von Sander Sagosen können wir nicht kompensieren“, sagte Pekeler bei Sky und hob die Bedeutung Sagosens hervor: „Auf ihn ist unser Angriffsspiel zugeschnitten, er hat die meisten Aktionen. Wenn so ein Spieler ausfällt, ist das immer tragisch und sehr, sehr schade.“
Duvnjak appellierte an den Teamgeist der Kieler. Man müsse als Mannschaft zusammenhalten, forderte der Kroate auch mit Blick auf das übernächste Wochenende: „Jeder muss noch mehr geben, und dann werden wir sehen, was wir gegen Barcelona im Halbfinale erreichen können.“ (Ergebnisse und Spielplan der Handball Champions League)
Vorher müssen sie in Kiel den Schock vom Pfingstsonntag erstmal verdauen - und Platz zwei in der Liga absichern.