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Corona-Chaos? Das sagt Gislason

Corona-Chaos? Das sagt Gislason

Im Gegensatz zu Szeged seien die Corona-Maßnahmen in Bratislava sehr professionell und korrekt, sagt Bundestrainer Alfred Gislason vor Beginn der Handball-EM.
Starker Auftritt der deutschen Handball-Nationalmannschaft im letzten Härtetest vor der Europameisterschaft: Gegen Rekord-Weltmeister Frankreich trumpft das DHB-Team in den Schlusssekunden auf.
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von SPORT1

Ganz anders sind dagegen offenbar die Corona-Maßnahmen in der Slowakei. Die deutschen Handballer, die am Mittwoch ein Hotel in der Hauptstadt Bratislava bezogen hatten, äußerten sich jedenfalls sehr zufrieden mit den Bedingungen vor Ort. (Die Handball-EM im LIVETICKER)

„Wir können uns nicht beklagen“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason in der Medienrunde vor dem Auftaktspiel gegen Belarus am Freitag (ab 18.00 Uhr im LIVETICKER) auf SPORT1-Nachfrage. „Das ist hier bislang sehr professionell und korrekt. Das gilt für das Hotel und andere Bereiche. Wir können nichts Negatives sagen, im Gegenteil. Bisher war das alles sehr, sehr gut.“ (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Handball-EM)

Die Mannschaft fühle sich insgesamt sehr wohl, bestätigte auch DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Er verwies in dem Zusammenhang noch einmal darauf, dass entgegen den üblichen Gepflogenheiten bei großen Turnieren die Spieler nicht in Doppel-, sondern in Einzelzimmern untergebracht seien. (DATEN Tabellen der Handball-EM)

DHB-Sportvorstand: „Toller Blick über Bratislava“

„Wir haben das auf eigenes Engagement hin ändern können, um möglichst das Risiko der Weitergabe einer Infektion zu verringern“, so Kromer weiter, der ergänzte: „Die Spieler fühlen sich alle sehr wohl, haben von der zwölften Etage auch einen tollen Blick über die tolle Stadt Bratislava.“ (Bob Hanning im SPORT1-Interview)

Dass sie Einzelzimmern untergebracht sind, heißt für die Spieler aber nicht, dass sie sich im Hotel nicht begegnen dürfen. „Es werden Karten gespielt. Wir haben eine Dartsscheibe dabei. Von daher ist die Stimmung sehr, sehr gut“, sagte Kapitän Johannes Golla. (NEWS: Corona-Alarm bei deutschem Gegner)

Bei den Franzosen dürfte die Stimmung hingegen nicht so gut sein. Deren Starspieler Nikola Karabatic hatte auf der Pressekonferenz gesagt: „Wir waren verblüfft, um nicht zu sagen schockiert über die Bedingungen, unter denen der Wettbewerb stattfindet.“

Sein Team habe sich an strenge Protokolle gehalten, um sich nicht mit dem Virus anzustecken. „Und dann kommen wir hier im Hotel unter Gästen an, die keine Maske tragen.“ Die Mannschaft müsse sogar in den denselben Bereichen essen wie die anderen Hotelgäste, erklärte der 37-Jährige.

Ähnlich schockiert hatte sich Serbiens spanischer Trainer Toni Gerona gezeigt.

„Normale Gäste ohne Masken im gleichen Bereich mit den Teams, keine Tests für alle Teams, Verzögerung bei den Tests“, twitterte er.

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