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Handball-EM 2024: Gislason tobt! Diese Aktion regt deutschen Trainer auf

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Handball-EM 2024: Gislason tobt! Diese Aktion regt deutschen Trainer auf

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Was Gislason zum Toben brachte

Alfred Gislason regt sich kurz vor der Pause im Hauptrundenduell mit seinem Heimatland Island mächtig auf. Was steckte dahinter?
Die deutschen Handballer haben das Topspiel gegen Frankreich verloren. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, den Kopf will das DHB-Team deswegen nicht in den Sand stecken.
Robin Wigger
Robin Wigger

Kurz vor der Pause hatte Deutschland im ersten Hauptrundenspiel gegen Island noch einmal Ballbesitz. Sebastian Heymann, der bis dato in seiner Einsatzzeit im linken Rückraum ein starkes Spiel mit mutigen Aktionen und kraftvollen Würfen gezeigt hatte, wollte den Ball mit etwa 20 Sekunden Restzeit auf Johannes Golla am Kreis bringen.

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Doch der Pass misslang, Island kam noch einmal an den Ball. An der Seitenlinie schimpfte Trainer Alfred Gislason. Immerhin: Im folgenden Angriff unterlief den Isländern ein Stürmerfoul, sodass Deutschland mit einer 11:10-Führung in die Kabine ging.

Dennoch zeigte sich Gislason auch nach der Sirene angefressen, schien deutlich auf Heymann einzureden, als dieser von der Platte Richtung Bank ging.

Gislason ärgert sich über Heymann

„Also, wenn man sieht, was für einen Wurf er hat … und dann kriegen wir eine Doppel-Kreuzung für ihn. Die ist dazu da, dass er wirft. Und dann bremst er am 7-Meter-Punkt und will irgendeinen Pass machen. Dafür hätte ich jemand anderen reingebracht. Er hat einen unglaublichen Wurf – und wir sagen ihm jeden Tag: ‚Was machst du auf 9 Metern?‘ Du kannst es auch aus 11 Metern machen“, erklärte Gislason nach dem Spiel auf SPORT1-Nachfrage seinen Unmut.

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„Alfred sieht es nicht so gerne, wenn ich bei neun, zehn Metern keinen Kontakt habe und dann nicht werfe. Da möchte er von mir viel häufiger sehen, dass ich dann meine Fackel auspacke. Er hat es dann in der Kabine nochmal gesagt, was er von mir sehen will, wenn mich keiner angeht, dann soll ich werfen“, sagte Heymann beim ZDF auf und fügte hinzu: „Ich bin froh, dass ich nach meiner Einwechslung meiner Mannschaft mit ein paar positiven Akzenten helfen konnte.“

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Gislason überrascht mit vielen Wechseln

Gislason hatte in Hälfte eins erstaunlich oft gewechselt und für einige Überraschungen gesorgt. So begann Rune Dahmke statt Lukas Mertens auf Linksaußen, Kai Häfner wiederum saß nur auf der Bank. Die rechte Seite besetzten zunächst Christoph Steinert und Timo Kastening.

Im Verlauf der ersten 30 Minuten kamen unter anderem auch Martin Hanne (Rückraum rechts) und Justus Fischer (Kreisläufer) früh ins Spiel. In der Abwehr bekamen Juri Knorr und Johannes Golla pausen.

„Der Plan war, den Spielern wie Knorr und Golla in der Abwehr Pausen zu geben. Das haben wir gegen Frankreich gemerkt, dass uns in den letzten Minuten die Körner gefehlt haben“, erklärte Trainer-Fuchs Gislason.

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Am Ende ging die Rechnung auf. Deutschland bezwang Island 34:32 - und auch Gislasons Ärger über Heymann war verpufft.