Auf große Rechnerei haben Deutschlands Handballer keine Lust vor dem zweiten Hauptrundenspiel der Handball-EM gegen Norwegen. „Wir haben den Vorteil, dass die Rechnung relativ einfach sein kann. Wenn wir hypothetisch alle Spiele gewinnen, haben wir es selbst in der Hand, sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton auf der Pressekonferenz am Freitag im deutschen Teamquartier im dänischen Silkeborg.
Deutschland reagiert vor EM-Kracher auf knifflige Konstellation: "Wir haben den Vorteil!"
DHB reagiert auf knifflige Situation
„Dass die sportlichen Aufgaben das alles andere als einfach machen, ist auch klar. Deswegen tun wir gut daran, uns jetzt auf Norwegen zu konzentrieren“, schob Chatton mit Verweis auf die Partie am Samstag (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) hinterher.
Handball-EM: Deutschland vorn, dahinter ein offenes Rennen ums Halbfinale
In Todesgruppe I liegt Deutschland vor dem zweiten Spieltag als einziges Team mit 4:0 Punkten an der Spitze. Norwegen steht wie Olympiasieger Dänemark, Titelverteidiger Frankreich und Portugal bei 2:2 Zählern. Spanien hat als einziges Team noch keinen Punkt. Nur die besten zwei Mannschaften erreichen das Halbfinale.
„Es gibt noch so viele Szenarien, dass von sechs Mannschaften theoretisch alle noch was erreichen können. Deswegen haben wir uns noch nicht mit den Konstellationen beschäftigt und welche Ergebnisse dazu führen können, dass wir auf 1,2,3,4,5 landen“, so Chatton.
Norwegens Aufschwung trifft auf Dahmkes Kampfansage
Norwegen befindet sich nach den enttäuschenden Plätzen neun bei der letzten EM und zehn bei der WM im Vorjahr wieder im Aufwind.
So gab Linksaußen Rune Dahmke für die Partie gegen die flinken Skandinavier, die Spanien am Donnerstagabend mit 35:34 besiegten, eine klare Marschroute vor: „Es wird wichtig sein, relativ hart und gut in die Partie zu starten, um den Norwegern auch ein bisschen Wind aus den Segeln zu nehmen.“