Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat nach dem wichtigen Erfolg im „Endspiel“ gegen Spanien sein gutes Verhältnis zu Juri Knorr betont.
Handball-EM: Knorr über Gislason: "Ich rechne ihm hoch an, dass er nichts persönlich nimmt"
Gislason reagiert auf Knorr-Kritik
„Ich habe überhaupt kein Problem mit ihm, wir sprechen uns regelmäßig aus. Alle werden gefordert, ihre Meinung zu sagen“, betonte Gislason im ZDF: „Das war nie ein Problem. Wir haben es sehr gut geschafft, den Druck von der Mannschaft wegzunehmen.“
Knorr glänzt gegen Spanien
Knorr hatte sich nach dem zweiten EM-Gruppenspiel gegen Serbien (27:30) am ARD-Mikrofon über seine Einsatzzeit beschwert. Beim 34:32 zum Abschluss der Gruppenphase gegen Spanien, mit dem die Deutschen in die Hauptrunde stürmten, glänzte Knorr. Er traf fünf Mal und sprühte in der aufgeheizten Atmosphäre der Jyske Bank Boxen vor Spielfreude.
„Ich rechne ihm das hoch an, dass er nichts persönlich nimmt. Er hat ja kein großes Ego, er stellt den Erfolg über alles, er will, dass wir reden und über Dinge sprechen“, sagte Knorr, der bei „Alfred eine andere Lockerheit gemerkt“ habe: „Das hat sich vielleicht auf uns übertragen.“
Handball-Legende Stefan Kretzschmar sagte nach dem Spiel in einem Livestream auf Instagram: „Nachtragend ist der Bundestrainer nicht. Juri Knorr hat das volle Vertrauen bekommen. Und er hat Wort gehalten und auch durchgezogen. In der Auszeit hat er nicht nur Wort gehalten sondern auch übernommen. Das war ein Top-Spiel von Juri.“
Deutschlands harter Weg ins Halbfinale
In der Hauptrunde geht es gegen Olympiasieger und Weltmeister Dänemark, zudem warten Titelverteidiger Frankreich, Norwegen und Portugal oder Nordmazedonien.
Allesamt „extrem harte Gegner“, wie Gislason sagte: „Da wartet Dänemark, die 50 Jahre zu Hause nicht verloren haben. Wir haben jetzt einen super Gegner nach dem anderen. Jetzt darf nicht viel passieren, wenn wir unser Ziel erreichen wollen, und das bleibt das Halbfinale.“
Um zu bestehen, „brauchen wir Leben in der Mannschaft, Frust, Freude, viele Emotionen“, sagte Knorr. Vor allem gegen Dänemark werde es „unfassbar schwer“.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)