Handball-Weltmeister Dänemark sorgt bei der Europameisterschaft im eigenen Land mit einem kuriosen Wechsel im Kader für Aufsehen. Bundesliga-Profi Andreas Magaard wird, wie die EHF laut dem dänischen Fernsehsender TV2 Sport bestätigte, in den Kader nachrücken. Zu einem Debüt in der Nationalmannschaft soll es in Absprache mit seinem Klub allerdings nicht kommen.
Handball-EM: Dänemark sorgt für kuriose Wechsel-Posse
Kuriose Wechsel-Posse der Dänen
Grund für den Wechsel war die Verletzung von Lukas Jörgensen, der aufgrund eines Kreuzbandrisses das EM-Camp verlassen musste. Doch auch Magaard ist offenbar gar nicht bereit zu spielen. Demnach soll der Kreisläufer vom HSV Hamburg selbst mit Knieproblemen zu kämpfen haben und sei deshalb nicht einsatzbereit.
Dänemark nahm Risiko bewusst in Kauf
„Wir waren uns völlig bewusst, dass wir ein Risiko eingingen, als wir Andreas in den Kader aufnahmen, da die Gefahr bestand, dass er nicht spielen könnte. Aber diese Klarheit konnten wir erst nach Ablauf der Frist für die Aufnahme in den Kader für das Spiel heute Abend erhalten“, wurde Sportdirektor Morten Henriksen vom Verband vor dem 32:29-Sieg gegen Frankreich zitiert.
Weiter schilderte der 46-Jährige: „Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir Andreas bei der Europameisterschaft nicht einsetzen können. Aber wir müssen Rücksicht auf seine Gesundheit und seinen Verein Hamburg nehmen.“
Zwar hat Dänemark nun eine Wechseloption verschwendet, kann in der Hauptrunde jedoch noch einen weiteren Spieler austauschen. Zudem haben die Dänen das Kontingent von 20 Spielern nicht ausgereizt und können noch einen zusätzlichen Spieler zum Team hinzufügen.