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Handball-EM: David Späth stößt in die Weltklasse vor

Späth stößt in die Weltklasse vor

Auf einer Position ist die deutsche Nationalmannschaft besser besetzt als jede andere. Und das macht mächtig EM-Hoffnung.
Noch steht nicht fest, ob Alfred Gislason über seinen 2027 auslaufenden Vertrag hinaus Handball-Bundestrainer bleibt. Er selbst hat eine klare Vorstellung von seiner Zukunft.
Auf einer Position ist die deutsche Nationalmannschaft besser besetzt als jede andere. Und das macht mächtig EM-Hoffnung.

Torhüter David Späth hat die deutschen Handballer mit einer herausragenden Leistung zum 32:29-Erfolg gegen den WM-Zweiten Kroatien geführt und sich eine Woche vor Beginn der Europameisterschaft in Topform präsentiert.

Im 100. Länderspiel von Bundestrainer Alfred Gislason glänzte der 22-Jährige im Hexenkessel von Zagreb vor 15.200 Zuschauern mit 14 Paraden und einer starken Schlussphase, während das DHB-Team mit stabiler Abwehr und mutigem Tempospiel überzeugte.

Späth glänzt beim Härtetest

Der Erfolg konnte selbst durch eine wegen eines Unwetters turbulente Rückreise nach Hannover nicht überschattet werden und unterstrich kurz vor der EM den positiven Formtrend der deutschen Mannschaft sowie die wachsende Bedeutung Späths im Tor.

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„Aus einem Riesentalent ist ein Weltklassetorwart geworden“, schwärmte Gislason nach der Partie. Gemeinsam mit Andreas Wolff verfüge Deutschland über „das beste Gespann aller EM-Starter“. Wolff hatte in Zagreb zunächst von der Bank aus zugesehen, soll beim Rückspiel am Sonntag (18.05 Uhr) in Hannover aber wieder Einsatzzeit erhalten.

Späth selbst genoss den bestandenen Stresstest in feindlicher Atmosphäre. „Es fühlt sich sehr, sehr gut an“, sagte der Torhüter, richtete den Blick jedoch sofort nach vorn. Trotz des starken Auftritts mahnte er zur Selbstkritik: „Diese Phasen dürfen nicht passieren, in denen wir direkt nach der Pause die Führung hergeben. Da müssen wir hinschauen und dran arbeiten.“

Gislason optimistisch vor Handball-EM

Auch Gislason zeigte sich insgesamt zufrieden, trotz zu vieler technischer Fehler im Angriff. Dass ausgerechnet im Jubiläumsspiel der erste Sieg gegen Kroatien in seiner sechsjährigen Amtszeit gelang, passte ins Bild. „Schön“, kommentierte der Isländer knapp – und richtete den Fokus direkt auf die EM-Generalprobe in Hannover.

Mit Blick auf die Europameisterschaft in Dänemark blickt der Bundestrainer optimistisch nach vorn. „Wir haben mehr Breite und mehr Möglichkeiten im Innenblock der Abwehr“, sagte Gislason.

Faktoren, die sich bereits in der Vorrundengruppe mit Österreich, Serbien und Spanien auszahlen sollen – und spätestens in der Hauptrunde gegen Teams wie Olympiasieger Dänemark oder Titelverteidiger Frankreich.

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