Deutschland steht nach einem überzeugenden 34:32-Sieg gegen Spanien in der EM-Hauptrunde – und das sogar mit der Maximalausbeute von 2:0-Punkten. Für diesen Ausgang war allerdings vorherige Schützenhilfe von Österreich nötig, das am Abend Serbien mit 26:25 bezwungen hatten und trotzdem selbst ausschieden.
Handball-EM: Jetzt bedankt sich Wolff bei Österreich
Jetzt bedankt sich Wolff bei Österreich
Bei einem Sieg Serbiens hätte dem DHB-Team das Endergebnis gegen Spanien nicht für ein Weiterkommen gereicht - stattdessen geht‘s verlustpunktfrei in die hammerharte Hauptrunde. Daher richteten einige Spieler auch ihren Dank an den Nachbarn aus.
„Wir müssen uns jetzt bei den Österreichern bedanken, dass sie das Spiel vor uns so angegangen sind“, sagte Kapitän Johannes Golla nach dem Erfolg gegen Spanien im ZDF. Torhüter David Späth, dem einige wichtige Paraden in der zweiten Hälfte gelangen, betonte: „Wir danken den Österreichern auf jeden Fall, weil wir jetzt mit zwei Punkten weitergehen.“
Handball-EM: Jetzt bedankt sich Wolff bei Österreich
Ausgerechnet die Österreicher also, die Deutschlands Torhüter Andreas Wolff vor dem ersten Gruppenspiel gegen sich aufgebracht hatte, als er ihnen „Anti-Handball“ vorwarf.
Jetzt sagte Wolff in der Mixed Zone: „Vielen Dank an die Österreicher. Ich wollte das Ergebnis eigentlich gar nicht wissen. Das hat sehr viel Druck von uns genommen. Das ist sehr viel mehr, als viele für möglich gehalten haben. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“
Auch Julian Köster erklärte nun: „Die Österreicher haben uns einen Gefallen getan.“
Und Renars Uscins, nach acht Toren zum Man of the Match gewählt, erkannte bei Dyn: „Es hat schon Druck weggenommen, als wir erfahren haben, dass Österreich gewonnen hat.“
Aber, das wusste auch Uscins, „natürlich musst du erstmal gewinnen“. Und das gelang eindrucksvoll. „Wir haben ein fantastisches Spiel gemacht“, befand Köster.