Strittige Schiedsrichterentscheidung! Deutschland hat bei der Niederlage gegen Dänemark (26:31) zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Phase in doppelter Unterzahl überstehen müssen. Wie die zweite Zwei-Minuten-Strafe von Marko Grgic zustande gekommen war, ließ die beiden Handball-Legenden Johannes Bitter und Stefan Kretzschmar fassungslos zurück.
Handball-EM: Diese Szene bei der deutschen Niederlage sorgte für großen Unmut
Diese Szene leitete die Niederlage ein
In der 38. Minute warf der deutsche Rückraumspieler zunächst das 14:15 und war daraufhin sofort wieder in der Abwehr gefordert. Als Dänemarks Superstar Mathias Gidsel rund acht Meter vor dem deutschen Tor den Ball bekam, stieß Grgic ihn in seinen Teamkollegen Johannes Golla hinein.
Handball-EM: Legende außer sich
Die Schiedsrichter unterbrachen die Partie sofort – zum Unverständnis von Bitter, der in der ARD polterte: „Nein, nein, nein, das ist gar nichts, das ist gaaar nichts.“
Nachdem Grgic die Strafe gesehen hatte, ergänzte Bitter: „Boah, da gehen die Pferde mit mir durch, aber das will ich nicht sehen. Wir decken das super, weil wir wissen, dass der Rückpass kommt. Er schiebt einfach zu. Na klar, rennen sie ineinander herein. Gidsel weiß das einfach, dass da jemand kommt und genau das macht. Na ja, ist halt auch der Weltbeste.“
In die gleiche Kerbe schlug Kretzschmar bei Dyn: „Begleitende Betreuung, mehr ist es nicht.“ Im Instagram-Live-Format von Harzblut legte er später nach: „Leck mich am Arsch, das ist eine Frechheit. Grgic schiebt Gidsel auf Golla. Und dafür kriegt er zwei Minuten. Furchtbar.“
Unterzahl „hat uns das Genick gebrochen“
Die doppelte Unterzahl war für die deutsche Mannschaft der Anfang vom Ende, denn als sie wieder komplett war, lag sie mit drei Treffern zurück. Die Dänen schraubten danach bis zur Schlusssirene das Ergebnis weiter hoch. Vor allem in der deutschen Offensive ging über weite Teile der zweiten Hälfte gar nichts mehr.
„Es ist die Unterzahl, die uns das Genick gebrochen hat. Da haben wir natürlich Probleme, im eigenen Angriff Lösungen zu finden“, meinte Kretzschmar.