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"Eine große Enttäuschung": Handball-Nation patzt bei Torspektakel

„Eine große Enttäuschung“

Island kassiert einen Rückschlag im Kampf um das EM-Halbfinale. Gegen die Schweiz lassen die Nordeuropäer im letzten Moment den Sieg liegen.
Die starke Aufholjagd der Schweizer Nationalmannschaft wird am Ende nur mit einem Punkt belohnt. Entsprechend gedrückt zeigt sich Nationaltrainer Andy Schmid.
Island kassiert einen Rückschlag im Kampf um das EM-Halbfinale. Gegen die Schweiz lassen die Nordeuropäer im letzten Moment den Sieg liegen.

Der Schock saß tief, das war den Spielern nach dem Abpfiff deutlich anzusehen: Die isländische Nationalmannschaft hat bei der Handball-EM einen Dämpfer kassiert und ist gegen die Schweiz überraschend nicht über ein 38:38 (19:19) hinausgekommen.

Damit verpasste Island einen großen Schritt in Richtung Halbfinale – und ließ den Sieg zu allem Überfluss auf dramatische Weise liegen.

Zwei Sekunden vor Schluss bekam der Favorit nochmals einen Freiwurf zugesprochen. Ellidi Vidarsson spielte den Ball zu Viggo Kristjansson, doch der Wurf des Linkshänders vom HC Erlangen blieb in der Schweizer Abwehr hängen.

Handball-EM: Island scheitert mit letztem Wurf

„Sie scheitern im Block! Wie bitter aus isländischer Sicht, angesichts der engen Konstellation in dieser Hauptrundengruppe. Chapeau an die Schweiz, Wahnsinn!“, rief Dyn-Kommentator Tobias Schimon.

Besonders überraschend war vor allem der Spielverlauf: Die Schweizer lagen fast die gesamte Partie knapp in Führung, Island führte nur zweimal für einen kurzen Moment.

„Beim letzten Angriff in einer hervorragenden Position“

Auch wenn Island mit einem Sieg am Mittwoch im letzten Hauptrundenspiel gegen Slowenien das Halbfinale erreichen kann, war der Frust aufgrund der Erwartungshaltung im Vorfeld spürbar. „Eine große Enttäuschung“, urteilte das isländische Medium DV.

Kapitän Omar Ingi Magnusson äußerte sich ähnlich: „Wir haben uns gut geschlagen, dass wir am Ende noch ein Unentschieden erreicht haben, obwohl wir beim letzten Angriff in einer hervorragenden Position waren. Es war trotzdem extrem enttäuschend.“

Island liegt in der Hauptrundengruppe II mit fünf Punkten auf Rang zwei hinter Kroatien, das im zweiten Spiel des Tages mit 29:25 gegen Slowenien gewann.

In der späten Partie verpasste es Schweden, sich an die Spitze der Gruppe zu setzen: Gegen Ungarn kam der Co-Gastgeber nicht über ein 32:32 hinaus.

Derweil besteht für die Schweiz, die in der Hauptrunde lediglich zwei Unentschieden holte, keine Chance mehr auf den Einzug ins Halbfinale.

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